Familiensinn und Politik bei den Premysliden : Jaromir-Gebehard, Bischof von Prag und Kanzler des Königs

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URI: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-53384
http://hdl.handle.net/10900/46836
Dokumentart: (wissenschaftlicher) Artikel
Date: 1991
Source: Papsttum, Kirche und Recht im Mittelalter : Festschrift für Horst Fuhrmann zum 65. Geburtstag, Niemeyer, 1991, S. 215-231
Language: German
Faculty: 5 Philosophische Fakultät
Department: Geschichte
DDC Classifikation: 900 - History
Keywords: Kirche , Przemysliden
License: Publishing license excluding print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Der 6. Juli des Jahres 1068 war ein heißer Tag. Der neue Bischof von Prag überquerte mit seinem Gefolge auf dem Rückweg nach Böhmen den Rhein bei Mainz. Seit dem 23. Juni war er dort am Königshof gewesen, und der 17jährige König Heinrich IV. hatte ihn, wie es üblich war, mit Ring und Stab investiert. Am Sonntag der Abreise war er vom Mainzer Erzbischof Siegfried I., seinem Metropoliten, geweiht worden und hatte bei dieser Gelegenheit seinen Namen von Jaromir zu Gebehard geändert. Noch am Ufer des Stromes hatte man eine Mahlzeit eingenommen und eine Pause eingelegt; einer der bischöflichen Ritter, Wilhelm, saß am Fluß und ließ seine Beine ins Wasser hängen. Da schlich sich der frischgebackene Bischof von hinten an ihn heran und stieß ihn jählings in den Strom, der an dieser Stelle sehr tief war. "Ich taufe dich zum zweiten Mal , Wilhelm", rief er dem Versinkenden nach. Wilhelm konnte sich retten ... "Wenn er nicht gut hätte schwimmen können, hätte Bischof Gebehard an ein und demselben Tag das Bischofsamt erlangt und verloren", resümiert unser Chronist Cosmas von Prag.

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