Die Bedeutung der Tumorzelldissemination ins Knochenmark bei Patientinnen mit primärem, nicht metastasiertem Mammakarzinom

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URI: http://hdl.handle.net/10900/95101
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-951010
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-36485
Dokumentart: Dissertation
Date: 2019-11-25
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Zahnmedizin
Advisor: Taran, Florin-Andrei (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2019-09-23
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Brustkrebs
License: Publishing license including print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Brustkrebs ist, auch wenn bei der Primärdiagnose durch ein klassisches Staging keine Metastasen oder Lymphknotenbefall (N0M0) festgestellt werden können, eine systemische Erkrankung, die bei einigen dieser Patientinnen durch die frühe, hämatogene Streuung einzelner Tumorzellen zu einem Rezidiv führen kann. Außerdem zeigte sich, dass Mammakarzinome relevante Unterschiede in ihrer Biologie aufweisen, die über die Parameter hinaus gehen, die ein klassisches Staging umfasst. Diese intrinsischen Subtypen, erstmals von Perou et al.17 beschrieben, erfordern eine an den entsprechenden Subtyp angepasste Therapie und liefern Informationen über die Prognose der Erkrankung im jeweiligen Einzelfall. Ziel dieser Arbeit war es, Zusammenhänge zwischen histopathologischen Tumorparametern sowie intrinsischem Tumorsubtyp und der Tumorzelldissemination ins Knochenmark zu untersuchen. Außerdem sollte der Einfluss des DTZ-Status und des intrinsischen Subtyps auf die Prognose der Erkrankung analysiert werden. Hierzu wurden retrospektiv die Daten von 3.756 Patientinnen mit primärem, nicht metastasiertem Mammakarzinom, die zwischen 2001 und 2015 in der Universitäts-Frauenklinik Tübingen operiert wurden, ausgewertet. Es wurden Untersuchungen des DTZ-Status in Abhängigkeit von histopathologischen Tumorparametern, des DTZ-Status in Abhängigkeit vom intrinsischen Tumorsubtyp sowie des Gesamtüberlebens und des rezidivfreien Überlebens in Abhängigkeit vom DTZ-Status und vom intrinsischen Subtyp durchgeführt. Dabei zeigen sich statistisch signifikante Zusammenhänge zwischen DTZStatus und Histologie (p=0,026), T-Stadium (p=0,001), PR-Status (p=0,006), HER2-Status (p=0,015), Chemotherapie (p=0,014), Hormontherapie (p=0,001) und Bisphosphonattherapie (p=0,001). Außerdem korreliert der intrinsische Subtyp mit dem DTZ-Status (p=0,028). 79 Statistisch signifikante Zusammenhänge erweisen sich auch zwischen rezidivfreiem sowie Gesamtüberleben und dem DTZ-Status sowie dem intrinsischen Subtyp. Zusammenfassend kann man sagen, dass der DTZ-Status und der intrinsische Tumorsubtyp Korrelationen untereinander sowie zu bestimmten histopathologischen Parametern aufweisen und signifikante Auswirkungen auf die Prognose der Erkrankung haben. Sie dienen dazu, Patientinnen mit einem höheren Risiko zu identifizieren und gegebenenfalls zusätzlich adjuvant zu behandeln. Die Mechanismen der Tumorzelldissemination müssen weiter untersucht werden, um die Therapie noch besser an die jeweiligen Gegebenheiten des einzelnen Falles anpassen zu können.

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