Stellenwert der primären Radiochemotherapie bei Patienten mit kleinzelligem Bronchialkarzinom im Stadium limited disease

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URI: http://hdl.handle.net/10900/88675
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-886754
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-30059
Dokumentart: Dissertation
Date: 2019-05-13
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Zips, Daniel (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2019-04-12
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Strahlentherapie , Bronchialkrebs , Kleinzelliges Bronchialkarzinom
Other Keywords: Radiochemotherapie
SCLC limited disease
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Inhaltszusammenfassung:

Die Kuration des LD-SCLC stellt wegen seines aggressiven Wachstumsverhaltens mit früher Metastasierung und hoher Lokalrezidivrate weiterhin eine Herausforderung dar. Unsere retrospektive Analyse untersuchte den Stellenwert der RCT im Stadium LD-SCLC anhand des Vergleiches einer hyperfraktioniert-akzelerierten mit einer normofraktionierten RCT, die hinsichtlich Effektivität und Verträglichkeit kontrovers diskutiert werden. Ziel unserer Studie war die Ermittlung der Therapieeffektivität gemessen an Gesamtüberleben, rezidivfreiem ÜL inklusive Rückfallmuster (lokal/systemisch, im/außerhalb RT-Feld), sowie die Bestimmung der Therapieverträglichkeit (Früh- und Spätnebenwirkungen) bei dem uns vorliegenden monozentrischem Patientenkollektiv (n= 70 Patienten). Ein besonderer Fokus lag auf der Suche nach möglichen Einflussfaktoren für das Auftreten von Rezidiven sowie nach Prognosefaktoren für das Gesamtüberleben. Nach einem medianen Follow-up von 9.3 Jahren lag das 1-,2-,5-Jahres ÜL/EFS bei 66%/40%/20% bzw. 36%/29%/20%. Als Akuttoxizitäten Grad 3/4 wurden Hämatotoxizität (36%) und Ösophagitis (7%) ermittelt. Schwere Spättoxizitäten traten nicht auf. Bei 17/70 Patienten (24%) wurde eine komplette Remission und bei 49/70 Patienten (70%) eine Teilremission erreicht. Ein Krankheitsrückfall (n= 10 Relapse; n= 39 Progress) wurde bei 49/70 Patienten (70%) nachgewiesen. Dieser lag in der Mehrzahl der Fälle (63%) außerhalb des Bestrahlungsfeldes. Bei 13 Patienten lag ein kombiniertes Rezidiv (in-field/ ex-field) und bei 5 Patienten (n= 1: Relapse, n= 4: Progress) ein isoliertes Lokalrezidiv vor. In-field-Rezidive (14/18 aller in-field-Rezidive und 4/5 ausschließliche in-field-Rezidive) lagen im GTV. Im Rahmen multivariater Analysen wurden ECOG, N-Stadium und Anwendung einer hyperfraktioniert-akzelerierten RT mit cisplatinhaltiger Chx als unabhängige prognostische Faktoren für das ÜL/EFS identifiziert. Durch standardisiertes Staging (PET-CT, cMRT) und Verkleinerung der RTZielvolumina mit Verzicht auf eine RT adjuvanter Lymphabflussgebiete bei gleichzeitiger Dosiserhöhung im GTV könnten die Therapieergebnisse verbessert werden. Inwiefern die zusätzliche Anwendung einer Immuntherapie das hohe Fernmetastasierungsrisiko senken kann, wird aktuell untersucht.

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