Die Martyriumsdarstellung im posttridentinischen Rom – Motivationsstütze der katholischen Kirche?

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dc.contributor.advisor Michalski, Sergiusz (Prof. Dr.)
dc.contributor.author Nordio, Natalie
dc.date.accessioned 2019-04-18T07:30:11Z
dc.date.available 2019-04-18T07:30:11Z
dc.date.issued 2019-04-18
dc.identifier.other 1663439842 de_DE
dc.identifier.uri http://hdl.handle.net/10900/87827
dc.identifier.uri http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-878272 de_DE
dc.identifier.uri http://dx.doi.org/10.15496/publikation-29212
dc.description.abstract Besonders die Verehrung der Heiligen und allen voran die der Märtyrer, jener Männer und Frauen, die in den ersten christlichen Jahrhunderten als Blutzeugen im Namen Jesus zu Tode kamen, erfuhr in den letzten Jahrzehnten des 16. Jahrhunderts in Rom eine Steigerung und so nie dagewesene Welle der Begeisterung. Denn die Rückwendung auf die ersten Blutzeugen Jesu hatte mit den Glaubenskämpfen einen ganz aktuellen Bezug bekommen. Waren doch die unzähligen Opfer, die während der Mission zu Tode kamen, nichts anderes als neue Märtyrer. Die Verehrung der alten Märtyrer und teilweise bereits die der neuen im ausgehenden 16. und im folgenden 17. Jahrhundert ist demnach auch ein Ergebnis der Wirren der Zeit. Ihre Wiederentdeckung und Erweckung ist vor allem auch unter dem Gesichtspunkt des Märtyrers als nützlichem Instrument und brauchbarer Waffe der kämpferischen „Ecclesia militans“ gegen die Glaubensfeinde zu betrachten. In Rom schlug sich die Begeisterung für die ersten christlichen Blutzeugen im späten 16. Jahrhundert zunächst an der Wand in Form großer Freskenzyklen in den Kirchen der unterschiedlichen Orden nieder – allen voran setzten die Jesuiten die Märtyrer in ihren Bildprogrammen für ihre Zwecke ein. Ebenso fanden sich in Seitenkapellen und Oratorien immer häufiger Bilder der sich für ihren Glauben opfernden Heiligen. Um die Jahrhundertwende erschienen die heiligen Männer und Frauen in ihrer Todesstunde schließlich zuerst vereinzelt und dann immer häufiger auf großformatigen Bildwerken am Altar im römischen Kirchenraum. Eine solch intensive Verehrung ist immer mit einer entsprechenden Ikonographie verbunden, wie bereits Christan Hecht zutreffend bemerkte. Die Martyriumsdarstellung nach dem Trienter Konzil schien vor allem darauf ausgerichtet zu sein, den Märtyrer zum Idealbild für ein christliches und sittsames Lebensmodell zu erheben, an dem sich der Gläubige orientieren sollte und so motiviert wurde, der Kirche Roms und damit dem einzig wahren Glauben bedingungslos zu folgen. Konnte der Kirche Roms das Kunststück erneut gelingen, sich im Sinne Tertullians wie Phoenix aus der Asche zu erheben und sich mithilfe der Blutzeugen Jesu als Katalysator eine neue, an der ruhmreichen Vergangenheit orientierte Identität zu verleihen? de_DE
dc.language.iso de de_DE
dc.publisher Universität Tübingen de_DE
dc.publisher Universität Tübingen de_DE
dc.rights ubt-podno de_DE
dc.rights.uri http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=de de_DE
dc.rights.uri http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=en en
dc.subject.classification Heilige , Martyrium , Konzil de_DE
dc.subject.ddc 700 de_DE
dc.subject.ddc 750 de_DE
dc.subject.ddc 760 de_DE
dc.title Die Martyriumsdarstellung im posttridentinischen Rom – Motivationsstütze der katholischen Kirche? de_DE
dc.type Dissertation de_DE
dcterms.dateAccepted 2018-08-06
utue.publikation.fachbereich Kunstgeschichte de_DE
utue.publikation.fakultaet 5 Philosophische Fakultät de_DE

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