Die thrombozytäre Oberflächenexpression von Transforming Growth Factor-ß1 beeinflusst die Mortalität einer Patientenkohorte mit akutem Koronarsyndrom

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URI: http://hdl.handle.net/10900/85800
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-858008
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-27190
Dokumentart: Dissertation
Date: 2019-01-17
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Geisler, Tobias (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2018-04-17
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Transforming Growth Factor , Herzinsuffizienz , Akutes Koronarsyndrom
Other Keywords: Koronare Herzerkrankung
License: Publishing license excluding print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Kardiovaskuläre Erkrankungen sind seit vielen Jahren weltweit die Todesursache Nummer Eins.Obwohl in den letzten Jahren durch Forschungen viele Erkenntnisse zur Entstehung der Herzinsuffizienz und ihrem Verlauf gewonnen wurden, bleiben viele Fragen zur kardialen Regeneration bis heute ungeklärt. Bisher konnte hauptsächlich nachgewiesen werden, dass die Entwicklung einer Herzinsuffizienz in großem Ausmaß von der Entwicklung einer kardialen Fibrose abhängig ist. In der vorliegenden Studie wurde mittels Durchflusszytometrie der Einfluss des profibrotischen, thrombozytären TGF-ß1-Zytokins bei KHK-Patienten auf Verletzungs- und Reparationsmechanismen des Herzens untersucht. Dafür wurde das Vollblut von 299 Patienten, die in der medizinischen Klinik III in Tübingen auf Grund eines kardialen Ereignisses vorstellig wurden, analysiert. Hierbei konnte mit Hilfe des plättchenspezifischen Mäuse-Antikörpers CD42b-FITC die Thrombozyten im Vollblut identifiziert und mittels des Mäuse-Antikörpers TGF-ß1-PE die Menge dieses Zytokins auf den Thrombozyten in einer FACS-Analyse bemessen werden. Es konnte gezeigt werden, dass die thrombozytäre Oberflächenexpression von TGF-ß1 bei ACS-Patienten signifikant höher war als bei SAP-Patienten. Im Verlauf von drei Monaten konnte kein Einfluss auf die Erholung der LV-Funktion festgestellt werden. Die kardiale Funktion verbesserte sich zwar signifikant, allerdings ohne den Einfluss des TGF-ß1-Spiegels. Des Weiteren wurde im Jahresverlauf ermittelt, dass eine geringe Oberflächenexpression bei ACS-Patienten mit einer höheren Gesamtmortalität und koronaren Ereignissen assoziiert war. Es konnte keine Assoziation der Oberflächenexpression und der Entwicklung eines neuen Infarktes beobachtet werden, weder bei den ACS- noch bei den SAP-Patienten. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass TGF-ß1 in den Prozess des kardialen Remodelings nach Herzinfarkt involviert ist, so wie es eine Rolle in Wundheilungsprozessen innehat. Es scheint eine protektive Wirkung auf das Überleben der Patienten auszuüben, allerdings keine Rolle in der Entstehung von Infarkten zu spielen. Offensichtlich gibt es in der direkten post-ischämischen Phase durch die Induktion von Narbengewebe einen positiven Effekt von einer hohen TGF-ß1-Oberflächenexpression auf das Überleben der Patienten. Es beeinflusst wahrscheinlich nicht die Funktionswiederherstellung und Regeneration der kardialen Funktion. Weitere Studien sind nötig um genaue Wirkmechanismen dieses Zytokins auf die kardiale Regeneration zu ergründen.

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