Quantifizierung der Veränderung der peripheren Mikrozirkulation der Finger nach Anlage eines Plexuskatheters

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URI: http://hdl.handle.net/10900/85561
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-855610
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-26951
Dokumentart: Dissertation
Date: 2019-01-11
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Lotter, Oliver (PD Dr.)
Day of Oral Examination: 2018-09-26
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Durchblutung
Other Keywords: Plexuskatheter
O2C-Gerät
Blutfluss
Mikrozirkulation
Sauerstoffsättigung
Hämoglobinmenge
Laser-Doppler
Microcirculation
Oxygen saturation
Laser-Doppler
Vasodilation
Axillary plexus block
License: Publishing license excluding print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

In dieser prospektiven klinischen Studie konnte der bereits in der Literatur beschriebene positive Effekt der peripheren Vasodilatation nach Anlage eines Plexuskatheters nachgewiesen und quantifiziert werden. Die Arbeit dient als Vorstudie einer möglichen zukünftigen Optimierung der postoperativen Phase hinsichtlich der Überwachung und der Verbesserung der Durchblutungssituation bei Replantationen. Die Studie bediente sich eines Patientenkollektivs von 20 Patienten, die im Rahmen einer Operation zur Behandlung einer Rhizarthrose standardmäßig einen Plexuskatheter bekamen. Mit Hilfe der non-invasiven Messungen des O2C®-Geräts konnte die Veränderung verschiedener Blutflussparameter in der Mikrozirkulation erfasst werden. Gemessen wurden jeweils die relative Sauerstoffsättigung im Gewebe (SO2), die relative Hämoglobinmenge (rHb), der Blutfluss (Flow) und die Blutflussgeschwindigkeit (Velocity) in einer Gewebetiefe von 8mm. Über 72 Stunden wurden nach Anlage des Plexuskatheters regelmäßige Messzeitpunkte gesetzt. Es konnten der vasodilatatorische Effekt des Plexuskatheters durch Sympathikolyse in der Mikrozirkulation darstellt und quantifiziert werden. Der Blutfluss wurde um bis zu 146% gesteigert, die Sauerstoffsättigung stieg um 35% an. Direkt nach Anlage des Plexuskatheters konnte ein Anstieg in allen 4 Parametern für vier bis sechs Stunden postoperativ festgestellt werden. Danach näherten sich die Werte denen der Kontrollhand an. Dieser Effekt trat auf, obwohl die Therapie über den Plexuskatheter fortgesetzt wurde. Die bisher in der Literatur beschriebenen Studien sind entweder in der zeitlichen oder im Umfang der gemessenen Parameter begrenzt. Meist werden die Modifikationen der Mikrozirkulation deskriptiv als „Nebenwirkungen“ der Plexusanästhesie dargestellt. Daher sind sie nur begrenzt dazu geeignet einen eventuellen therapeutischen Nutzen abzuleiten. In der vorliegenden Arbeit konnte erstmals ein Systematischer Überblick über die Veränderungen verschiedener Aspekte der Mikrozirkulation im Langzeitverlauf berichtet werden. Die dadurch gefundenen Daten lassen sich zur Entwicklung eines neuen klinischen Therapiekonzeptes nutzen. Weitere Untersuchung sind erforderlich um die klinische Signifikanz eines solchen Konzeptes zu beurteilen.

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