Die nächtliche Atemfrequenz zur frühzeitigen Risikostratifizierung bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom

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dc.contributor.advisor Meyer-Zürn, Christine (Prof. Dr.)
dc.contributor.author Reinhardt, Kathrin
dc.date.accessioned 2018-06-25T08:43:13Z
dc.date.available 2018-06-25T08:43:13Z
dc.date.issued 2018-06-26
dc.identifier.other 506808815 de_DE
dc.identifier.uri http://hdl.handle.net/10900/82834
dc.identifier.uri http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-828345 de_DE
dc.identifier.uri http://dx.doi.org/10.15496/publikation-24225
dc.description.abstract Das akute Koronarsyndrom (Acute Coronary Syndrome, ACS) gehört auch heute noch zu den häufigsten Todesursachen weltweit. Um Hochrisikopatienten frühzeitig zu identifizieren, Therapie und Überwachungsdauer anzupassen und dadurch potentiell die Mortalität zu senken, sind Methoden der Risikostratifizierung nötig. Obwohl bereits sehr gute Risikoprädiktoren und -scores bekannt sind, werden diese in der Praxis immer noch nicht routinemäßig angewendet. Wir haben in dieser Studie daher einen neuen Risikoprädiktor untersucht: Die nächtliche Atemfrequenz. Der Vorteil der nächtlichen Atemfrequenz ist, dass sie vollständig automatisch, d. h. ohne zusätzlichen zeitlichen und personellen Aufwand, aus nächtlichen EKG-Aufzeichnungen berechnet werden kann. Das Ziel dieser Arbeit war die nächtliche Atemfrequenz als frühzeitigen Risikofaktor für die intrahospitale Mortalität bei ACS-Patienten zu untersuchen. Dafür werden alle ACS-Patienten eingeschlossen, die in den Jahren 2010 bis 2012 in die medizinische Notaufnahme der Universitätsklinik Tübingen kamen. Für die Berechnung der nächtlichen Atemfrequenz wurden EKG-Aufzeichnungen von handelsüblichen Überwachungsmonitoren zwischen 0:00 Uhr und 6:00 Uhr verwendet, so dass Artefakte durch verschiedene Schlafphasen und Bewegungen keinen relevanten Einfluss auf das Ergebnis hatten. In unserer Studie zeigte sich dabei, dass eine erhöhte nächtliche Atemfrequenz ein unabhängiger Risikofaktor für die intrahospitale Mortalität ist. Die C-Statistik betrug 0,806. Des Weiteren konnte gezeigt werden, dass die nächtliche Atemfrequenz die Vorhersagekraft des bekannten GRACE-Risikoscores (Global Registry of Acute Coronary Events, Globale Registrierung akuter koronarer Ereignisse) signifikant verbessern kann. Die nächtliche Atemfrequenz lieferte somit in unserer Studie eine gute frühzeitige Risikoprädiktion. Als vollständig automatisch erhebbarer und unabhängiger Risikofaktor ist sie ein interessanter neuer Forschungsansatz; insbesondere für ACS-Patienten, die leitliniengerecht ohnehin meist 24 - 48 Stunden am Monitor überwacht werden. Da unsere Studie bislang erst die zweite Studie ist, die die nächtliche Atemfrequenz untersucht und dabei die erste ist, die alle ACS-Patienten mit einbezieht, die Kurzzeitmortalität untersucht und die EKG-Aufzeichnungen handelsüblicher Überwachungsmonitore verwendet, sind für die Zukunft weitere Validierungsstudien wünschenswert. de_DE
dc.language.iso de de_DE
dc.publisher Universität Tübingen de_DE
dc.rights ubt-podok de_DE
dc.rights.uri http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=de de_DE
dc.rights.uri http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=en en
dc.subject.classification Herzinfarkt , Atemfrequenz , Herzfrequenzvariabilität , Sterblichkeit , Ambulanz , Akutes Koronarsyndrom , Elektrokardiogramm de_DE
dc.subject.ddc 610 de_DE
dc.subject.other nächtliche Atemfrequenz de_DE
dc.subject.other GRACE-Score de_DE
dc.title Die nächtliche Atemfrequenz zur frühzeitigen Risikostratifizierung bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom de_DE
dc.type Dissertation de_DE
dcterms.dateAccepted 2016-01-10
utue.publikation.fachbereich Medizin de_DE
utue.publikation.fakultaet 4 Medizinische Fakultät de_DE

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