"Zweigleisig mit einem Wort". Versuch einer dichten Beschreibung des Arbeitsalltags freier Trauerredner unter Berücksichtigung der kulturwissenschaftlichen Kategorien Wandel und Kontinuität

DSpace Repository


Dateien:
Aufrufstatistik

URI: http://hdl.handle.net/10900/82777
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-827777
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-24168
Dokumentart: Dissertation
Date: 2018-06-18
Language: German
Faculty: 6 Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
Department: Empirische Kulturwissenschaft
Advisor: Johler, Reinhard (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2017-01-20
DDC Classifikation: 300 - Social sciences, sociology and anthropology
Keywords: Trauerrede , Säkularisierung , Trauerredner
Other Keywords: Trauerkultur
License: Publishing license excluding print on demand
Show full item record

Inhaltszusammenfassung:

Die Dissertation versucht eine erste kulturwissenschaftliche Annäherung an die bislang von der Forschung kaum beachtete Berufsgruppe der freien Trauerredner. Die empirische Basis besteht aus Interviews mit freien Trauerrednern, die über ihren Arbeitsalltag und die damit verbundenen branchenspezifischen Besonderheiten berichteten. Mit der deskriptiven Erfassung dieses Arbeitsalltags und der Interpretation der Interviews in Anlehnung an die dichte Beschreibung konnten – unter Berücksichtigung verschiedener theoretischer Berührungspunkte – in der Dissertation zwei miteinander in Verbindung stehende Erkenntnisebenen heraus gearbeitet werden: Zum einen eine branchenspezifische Erkenntnisebene, welche den Arbeitsalltag und die damit verbundenen Herausforderungen der Trauerredner zum Gegenstand hat; zum anderen eine eher strukturelle und übergeordnete Erkenntnisebene, welche die gegenwärtige Trauerkultur beleuchtet. In beiden Erkenntnisebenen spielen die kulturwissenschaftlichen Kategorien Wandel und Kontinuität eine nicht unbeträchtliche Rolle. So können etwa die in der branchenspezifischen Erkenntnisebene herausgearbeiteten Tendenzen zur Professionalisierung und Modernisierung der Branche als Ergebnis eines konstanten Wandels in Form einer stetigen Ausdifferenzierung und Säkularisierung der Trauerkultur betrachtet werden, während mit Blick auf altbewährte metaphysisch-religiöse und rituelle Bezugspunkte innerhalb des vermeintlich säkularen Arbeitsalltages die Kategorie der Kontinuität in das Blickfeld gerät. Somit zeigt sich der Arbeitsalltag freier Trauerredner als dynamisches Wechselspiel von Kontinuität und Wandel – mit positiven wie negativen Auswirkungen auf Teile der Branche.

This item appears in the following Collection(s)