Elegante Unterhaltung: Die Leipziger Zeitung für die elegante Welt und ihre deutschsprachigen Nachfolger in Prag und Ofen-Pest

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URI: http://hdl.handle.net/10900/82613
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-826131
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-24004
Dokumentart: Aufsatz
Date: 2016-07
Source: erschienen in: Katja Mellmann, Jesko Reiling (Hg.), Literarische Öffentlichkeit im mittleren 19. Jahrhundert. Vergessene Konstellationen literarischer Kommunikation zwischen 1840 und 1885. (= Studien und Texte zur Sozialgeschichte der Literatur; 142). Berlin: De Gruyter, 2016, S. 35-60. DOI: https://doi.org/10.1515/9783110478778-002
Language: German
Faculty: 5 Philosophische Fakultät
Department: Geschichte
DDC Classifikation: 070 - News media, journalism and publishing
430 - Germanic languages; German
800 - Literature and rhetoric
830 - Literatures of Germanic languages
940 - History of Europe
Keywords: Publizistik , Literatur , Vormärz
ISBN: 978-3-11-047877-8
License: Publishing license excluding print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Der Beitrag „Elegante Unterhaltung“ untersucht drei in den frühen 1840-er Jahren führende - gleichwohl bis jetzt wenig erforschte - Kulturzeitschriften, die Leipziger „Zeitung für die elegante Welt“, die Prager Zeitschrift „Ost und West“ (mit Beiblättern „Prag“ und „Kalobiotik“) und den Pesther „Spiegel“ (mit den Beiblättern „Schmetterling“ und „Pesther Handlungszeitung“) aus medien- und literaturhistorischen Perspektive. Erstens werden die personellen und literarischen Wechselbeziehungen zwischen diesen drei Zeitschriften exemplarisch rekonstruiert und damit die Netzwerke beleuchtet, die die literarischen Standorte Leipzig, Prag und Ofen-Pesth zu dieser Zeit verbinden. Eine besondere Bedeutung kommt dabei den vermittelnden Instanzen - den Verlagshäusern und den Redaktionen (Heinrich Laube, F. G. Kühne, August Lewald, Gottlieb Moritz Saphir, Adolph Bäuerle, Rudolf Glaser, Samuel Rosenthal) - zu. Zweitens wird der Frage nachgegangen, wie diese Kulturzeitschriften ein integratives Angebot auf der Grundlage eines Konzeptes freier Geselligkeit formulieren und auf diese Weise zu Medien und zugleich zu Akteuren von Unterhaltungen der eleganten Welt werden. Mit dem Schwerpunkt auf den frühen 1840er Jahren fokussiert die Untersuchung einen Zeitabschnitt, in dem der Diskurs der Eleganz von einer Spannung zwischen nationalen Distinktionsabsichten und internationaler bzw. kosmopolitischen Dimension des Phänomens geprägt wird. Daher wird drittens die Frage gestellt, ob und wie sich die imaginäre Teilhabe an der Kulturpraxis der „eleganten Unterhaltung“ gegen nationale Vereinnahmung zu sperren und auch politisch-soziale Antagonismen auszublenden vermag. Vor diesem Hintergrund soll abschließend erläutert werden, inwiefern es sich bei den Kulturzeitschriften ‚eleganter‘ Provenienz um ein Phänomen der literarischen Öffentlichkeit handelt, das sich den im späteren 19. Jahrhundert retrospektiv geprägten Wahrnehmungsmustern der literarischen Kultur vor 1848 entzieht.

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