Langzeitergebnisse in der Nutzung vollimplantierbarer Portkathetersysteme - eine retrospektive Analyse

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URI: http://hdl.handle.net/10900/73265
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-732651
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-14675
Dokumentart: Dissertation
Date: 2016
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Hebart, Holger (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2016-10-21
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Port , Komplikation
License: Publishing license including print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Ziel dieser Arbeit war es, retrospektiv die aufgetretenen Komplikationen nach Implantation eines vollständig subkutan implantierbaren Portsystems mit angeschlossenem endoffenem oder Groshong-Katheter zu untersuchen. Die demographische Daten der Patienten sowie die zugrunde liegende Erkrankung, die Indikation zur Anlage des Systems, der verwendete Kathetertyp, die Liegedauer der Systeme, die aufgetretenen Komplikationen und die Gründe zur Explantation des Portkatheters wurden evaluiert. In den Jahren 2008 bis 2011 wurden im Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd 310 Portsysteme bei 294 Patienten (163 Frauen, 131 Männer) implantiert. Das durchschnittliche Alter bei Implantation betrug 64,2 Jahre (31-91 Jahre). Die Nachbeobachtungszeit endete im Dezember 2012 und es gelang die Auswertung aller Eingriffe. Die Gesamtliegedauer aller implantierten Portkatheter betrug 123.483 Tage. Die Mehrheit der Patienten (95,2%) litt an einer soliden Tumorerkrankung. Eine hämatologische Neoplasie zeigte sich bei 4,4% der Patienten und bei einem Patienten fand sich eine benigne Erkrankung. Bei 214 Eingriffen (69%) wurde ein System mit endoffenem Katheter implantiert, während bei den restlichen 96 Eingriffen (31%) ein System mit Groshong-Katheter benutzt wurde. Die Gesamtkomplikationsrate bei allen durchgeführten Eingriffen betrug 14,5% (0,36/1000 d). In der Gruppe der endoffenen Katheter kam es zu einer Komplikationsrate von 12,1% (95%-KI 5,3%-16,5%; 0,37/1000 d) im Vergleich zu 19,8% (95%-KI 8,6%-27,7%; 0,35/1000d) in der Gruppe der Groshong-Katheter. In der Gesamtzahl der Eingriffe trat als häufigste Komplikation eine katheterassoziierte Infektion auf (4,8%; 0,12/1000d), gefolgt von den katheterassoziierten Thrombosen, welche in 3,2% (0,08/1000d) der Fälle auftraten. Der Hauptanteil der Komplikationen (68,9%) ereignete sich als Spätkomplikation nach dem 30. postoperativen Tag. Als häufigster bakterieller Erreger der katheterassoziierten Infektionen wurde Staphylococcus epidermidis isoliert. Während des Beobachtungszeitraums verstarben 181 Patienten (59%) an ihrer Grunderkrankung. Zu einer komplikationsbedingten Explantation des Systems kam es in 9,3% der durchgeführten Eingriffe. Vollimplantierbare Portsysteme sind sicher und weisen niedrige Komplikationsraten auf. Mit einer Gesamtkomplikationsrate von 14,5% liegen die Ergebnisse dieser Analyse im Mittelfeld der in der internationalen Literatur vergleichbaren Studien. Auch die Art der aufgetretenen Komplikation korreliert mit den Ergebnissen der anderen Autoren. In dieser Analyse konnte kein eindeutiger Vorteil der Groshong-Katheter gegenüber endoffener Katheter gezeigt werden.

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