Erfassung des Volumenstatus bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz mittels Bioimpedanzspektroskopie und Identifikation von Prädiktoren der Überwässerung

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URI: http://hdl.handle.net/10900/71746
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-717460
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-13158
Dokumentart: Dissertation
Date: 2016
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Artunc, Ferruh (Prof. Dr. med.)
Day of Oral Examination: 2016-07-12
DDC Classifikation: 500 - Natural sciences and mathematics
610 - Medicine and health
Keywords: Niereninsuffizienz , Wasserhaushalt , Proteasen , Plasmin , Kallikreine , Natriumkanal
Other Keywords: CKD
Überwässerung
Bioimpedanzspektroskopie
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Inhaltszusammenfassung:

Der Body Composition Monitor (BCM) zur Messung des Volumenstatus und Therapieplanung ist bei Dialysepatienten etabliert. In der vorliegenden Studie wurde die BCM-Messung bei n = 187 Patienten mit chronischer Nierenerkran-kung (CKD) der Stadien G1 bis G5 ohne Dialysepflichtigkeit und bei n = 10 nephrotischen Patienten und n = 15 gesunden Probanden zum Vergleich durchgeführt und die Korrelationen der Parameter des Volumenstatus mit klinischen und laborchemischen Parametern untersucht. Bei 27 % der CKD-Patienten war eine Überwässerung nach BCM (OH) > 1 l/1,73m² vorhanden, die z.T. mit klinischen Methoden nicht erkannt wurde und mit Fortschreiten der CKD zunahm. OH korrelierte mit erhöhtem Blutdruck und Plasma-NT-pro-BNP und mit der retrospektiven Abnahme der glomerulären Filtrationsrate (GFR). Die OH korrelierte außerdem negativ mit der Serum-Aldosteron-Konzentration und der Plasma-Renin-Aktivität. Die erhobenen Daten sprechen für eine Entstehung der Überwässerung gemäß der Overflow-Hypothese mit primärer Salzretention. Die Proteinurie war ein stark mit der OH assoziierter Faktor in univariaten sowie multivariaten Analysen und korrelierte ebenfalls mit der GFR-Abnahme. Die Serinproteasen Plasmin und Plasma-Kallikrein kamen bei CKD-Patienten als Vorstufe und in aktiver Form im Urin vor, verstärkt bei höherer Proteinurie, und korrelierten ebenfalls mit der OH und der GFR-Abnahme. Serinproteasen im Urin könnten über die proteolytische Aktivierung des ENaC eine primäre Salzretention verursachen und zur Überwässerung bei CKD beitragen und stellen ein mögliches therapeutisches Angriffsziel dar. Die Einschätzung der Überwässerung ist im Management der CKD essentiell und muss in die Therapieplanung mit einbezogen werden, um Progression und Folgemorbiditäten zu verhindern. Die BCM-Messung bei CKD-Patienten schätzt den Volumenhaushalt umfassend und valide ein und stellt ein nicht-invasives und sensitives Verfahren zur Aufdeckung einer latenten Überwässerung dar.

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