Herzratenvariabilität bei Depression unter Berücksichtigung demographischer, vaskulärer und medikamentöser Faktoren

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URI: http://hdl.handle.net/10900/70770
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-707702
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-12183
Dokumentart: Dissertation
Date: 2016-06-24
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Berg, Daniela (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2016-06-03
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Herzfrequenzvariabilität , Depression
Other Keywords: demographische Faktoren
vaskuläre Faktoren
medikamentöse Faktoren
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Inhaltszusammenfassung:

In dieser Arbeit wird der Zusammenhang zwischen Depression und Herzratenvariabilität untersucht, um einen Anhalt zu finden, der in Zukunft zur Früherkennung bzw. zur Einschätzung des Risikos, an einer neurodegenerativen Krankheit zu erkranken, eingesetzt werden kann. So könnten bei Risikopersonen Therapien früher einsetzen und so den Krankheitsverlauf und die Lebensqualität verbessert werden. Die Analysen dieser Arbeit wurden an 787 Probanden durchgeführt (394 Männer und 393 Frauen) zwischen 50 und 84 Jahren, die keine Herzfunktionseinschränkungen aufwiesen. Die HRV wurde anhand einer Kurzzeitableitung von 2 min. am liegenden entspannten Probanden gemessen. Folgende HRV-Maße wurden im Zusammenhang mit Depression und vaskulären Faktoren analysiert: BpM (Beats per Minute), VK (Variationskoeffizient), RMSSD (Root Mean Square of Successive Differences). Die Depression wurde anhand der Anamnese und des MDI Fragebogens beurteilt. Weitere Einflussfaktoren auf die HRV, die berücksichtigt wurden, sind: Diabetes, Hypertonie, BMI, Rauchen, Medikamente (β-Blocker und Antidepressiva) und Bildung. Bei den Analysen zeigte sich, dass Alter, Diabetes und Depression signifikante Effekte auf die HRV haben, wie es auch in der Literatur beschrieben wird. Die anderen Faktoren zeigten keinen signifikanten Effekt. Ein weiterer Befund stellt die signifikante Interaktion zwischen Geschlecht und Depression auf die HRV dar: Depressive Männer hatten eine signifikant niedrigere HRV im Vergleich zu den depressiven Frauen. Man kann davon ausgehen, dass innerhalb dieser Subgruppe die depressiven Männer die Hauptträger des Effektes einer verminderten HRV sind. Alter, Diabetes und Depression (v.a. bei Männern) zeigen eine signifikant verminderte HRV. Um die HRV als möglichen Früherkennungsmarker für neurodegenerativen Erkrankungen etablieren zu können, sind die Effekte von Alter, Diabetes, Depression und Geschlecht zu berücksichtigen, welche in der vorliegenden Arbeit analysiert wurden. Um die HRV, evtl. gemeinsam mit anderen Markern, zur Früherkennung von neurodegenerativen Erkrankungen verwenden zu können, sind prospektive, longitudinale Studien wie die TREND-Studie nötig.

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