Krankheitsverlauf und Prognosefaktoren bei Patienten mit primärem Schleimhautmelanom

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URI: http://hdl.handle.net/10900/70183
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-701831
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-11598
Dokumentart: Dissertation
Date: 2016
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Eigentler, Thomas K. (PD Dr.)
Day of Oral Examination: 2016-05-10
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Schleimhaut , Hautkrebs , Prognose , Melanom
Other Keywords: Primär
mucous
Prognosis
Mucosa*
Melanoma*
Primary
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Inhaltszusammenfassung:

Die retrospektive Registerstudie stellt die bislang größte lokalisationsübergreifende Studie von n = 150 Patienten mit primären Schleimhautmelanomen (SHM) dar. Sie wurde initiiert, um epidemiologische Parameter und den Krankheitsverlauf zu beschreiben, die lokalisationsspezifische Subklassifizierung von SHM zu hinterfragen sowie Prognosefaktoren zu identifizieren. Die Stadieneinteilung gemäß Ballantyne unterscheidet sich zwischen den Unterlokalisationen (p < 0,001); ebenfalls die Tumordicke analog Breslow im Vergleich aller Sublokalisationen (p = 0,005). Die Tumordicke differiert im Hinblick auf die Stadieneinteilung (p = 0,007). Ebenfalls unterscheidet sich zwischen den Stadien I bis III die gruppierte Tumordicke (p = 0,009) (Einteilung analog der T-Stadien für primär kutane Melanome [CM]). Von Stadium T1 bis T4 steigt der Anteil ulzerierter SHM (p < 0,001). Univariat beträgt das 5-Jahres-Gesamtüberleben (OS) 52,0 %. Es sind die Hauptlokalisation (p = 0,017), die Stadieneinteilung (p < 0,001), die T-Stadieneinteilung (p = 0,019) sowie der Resektionsstatus (p = 0,001) prognostisch wirksam. Multivariat zeigen in der Cox-Regressionsanalyse bezüglich des 5-Jahres-Überlebens frei von Fernmetastasierung (DMFS) die T-Stadieneinteilung sowie die gruppierte T-Stadieneinteilung Signifikanz. Eine Tendenz zur unabhängigen prognostischen Vorhersagekraft der gruppierten T-Stadieneinteilung ergibt sich für das 5-Jahres-Überleben frei von lokoregionärer Progression (LPFS) sowie das OS. SHM unterschiedlicher Lokalisation zeigen einen differenten Krankheitsverlauf mit besserer Prognose vulvärer SHM. Bei Übereinstimmung des unabhängigen Prognoseparameters der Tumordicke zwischen CM und SHM scheint eine lokalisationsabhängige Klassifizierung eingeschränkt zielführend und es wird eine Adaptation des kutanen Stagingsystems angeregt. Cutoff-Werte zur Differenzierung innerhalb der T-Stadieneinteilung sind lediglich eingeschränkt von CM auf SHM übertragbar.

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