Effektivität der endoskopischen Ballondilatation bei Morbus Crohn-assoziierten Darmstenosen

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URI: http://hdl.handle.net/10900/69273
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-692733
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-10689
Dokumentart: Dissertation
Date: 2016-04
Source: Endoscopic balloon dilatation of Crohn’s-associated intestinal strictures: High patient satisfaction and long-term efficacy. United European Gastroenterology Journal, 2016. 0(0): p. 1-6.
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Götz, Martin (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2016-02-03
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Crohn-Krankheit
Other Keywords: Morbus Crohn
Endoskopie
Ballondilatation
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Inhaltszusammenfassung:

Stenosen sind eine der häufigsten Komplikationen bei Morbus Crohn. So entwickelt ein Drittel der Patienten innerhalb von zehn Jahren nach Diagnosestellung eine Striktur (Cosnes et al. 2011). Auch nach einer Resektion oder Strikturoplastik benötigen ca. 30% der Patienten innerhalb von fünf Jahren eine Reoperation (Ambe, Campbell et al. 2012). Unsere Daten bestätigen, dass die endoskopischen Ballondilatationen hier eine sichere und effektive Alternative darstellen. In unserer Kohorte von 46 Patienten mit 69 Stenosen und 118 Ballondilatationen konnte bei 56% der Patienten im Langzeitverlauf eine chirurgische Intervention komplett vermieden werden. Die mittlere Zeit aller Patienten bis zu einer Reintervention lag bei knapp sechs Jahren. Die Komplikationsrate entsprach mit 5% den bisher publizierten Ergebnissen. Erstmalig erfassten wir die Patientenzufriedenheit im Langzeitverlauf und konnten mit 78% bzw. 83% eine hohe Akzeptanz seitens der Patienten belegen. Dabei war der Anteil zufriedener Patienten höher als die Erfolgsrate (Rate der operationsfreien Patienten). Um die Frage nach den „geeigneten“ Patienten beantworten zu können, sollten Faktoren identifiziert werden, die das Langzeitergebnis beeinflussen. Als Prognose-beeinflussend ist bislang die Strikturlänge der einzige allgemein anerkannte Faktor. Dennoch sollte die Länge deswegen nicht als absolute Kontraindikation gewertet werden. Wir konnten weder die endoskopische Entzündungsaktivität, noch das Rauchen oder die Medikamenteneinnahme als prognose-beeinflussende Faktoren nach Dilatationsbehandlung identifizieren. Diese Faktoren wurden in den bislang publizierten Studien oft unterschiedlich beurteilt und entsprechend heterogen sind die Studienergebnisse. Hier bedarf es einer weiteren Evaluierung mit einer einheitlichen Dokumentation und größeren Patienten-Kohorten. Zusammengefasst zeigen unsere Daten, dass die endoskopische Ballondilatation eine sichere Erstlinientherapie bei M. Crohn-assoziierten Stenosen darstellt, die von den Patienten gut akzeptiert wird.

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