Intensivtäter in Berlin Teil III. Haftverläufe und Ausblicke auf die Legalbewährung junger Mehrfachtäter

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URI: http://hdl.handle.net/10900/65728
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-657289
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-7148
Dokumentart: Journal (Komplette Ausgabe eines Zeitschriftenheftes)
Date: 2011
Source: Berliner Forum Gewaltprävention ; (2011) 44
Language: German
Faculty: Kriminologisches Repository
Kriminologisches Repository
Department: Kriminologie
DDC Classifikation: 360 - Social problems and services; associations
Keywords: Intensivtäter , Jugendkriminalität , Bewährung , Berlin
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Inhaltszusammenfassung:

Das Thema Intensivtäter beschäftigt die Landeskommission Berlin gegen Gewalt seit vielen Jahren. Im März 2003 wurde vor dem Hintergrund einer breiten öffentlichen Diskussion über jugendliche Serientäter, die oftmals mehrere Dutzend Straftaten begangen hatten, auf Veranlassung der Berliner Staatssekretäre für Justiz und Inneres eine Arbeitsgruppe „Intensivtäter“ eingerichtet. Ein enormer Handlungsbedarf im Hinblick auf den Umgang mit diesen jungen Menschen vor allem im Bereich von Justiz, Polizei, Jugendhilfe und Schule wurde ebenso offensichtlich wie das Erfordernis, die Kooperation der handelnden Institutionen zu verbessern. Zunächst kam es zu einer Professionalisierung des Umgangs mit Intensivtätern bei Justiz und Polizei. Stichworte sind in diesem Zusammenhang: Intensivtäterrichtlinie und gesonderte Zuständigkeiten bei Polizei und Staatsanwaltschaft für Intensivtäter. Aber auch Jugendhilfe und Schule übernahmen Verantwortung innerhalb ihres jeweiligen Zuständigkeitsbereiches und für eine verbesserte Kooperation untereinander sowie mit den Strafverfolgungsbehörden. Diese Prozesse, deren Ziel es war, insbesondere Jugendliche und Heranwachsende, die in besonderem Maße zu kriminellen Handlungen neigen, von der Fortsetzung ihrer kriminellen Karriere abzuhalten, hat die Landeskommission Berlin gegen Gewalt unter anderem mit der Beauftragung verschiedener Studien zum Thema Intensivtäter unterstützt. 2006 wurde die Studie „Intensivtäter Teil I – Ergebnisse der Analyse von ‚Intensivtäterakten’ der Staatsanwaltschaft Berlin“ von Prof. Dr. Claudius Ohder und Lorenz Huck in der von der Kommission herausgegebenen Reihe Berliner Forum Gewaltprävention veröffentlicht (BFG Nr. 26). Die Studie sollte dazu beitragen, die Entwicklung und soziale Lage junger Intensivtäter, ihre strafnormverletzenden Handlungen und die institutionellen Reaktionen auf ihre Straftaten zu beschreiben und zu analysieren. 2007 hat die Landeskommission Berlin gegen Gewalt die Studie „Intensivtäter in Berlin Teil II – Ergebnisse der Befragung von ‚Intensivtätern’ sowie die Auswertung ihrer Schulakten“ von Prof. Dr. Claudius Ohder veröffentlicht (BFG Nr. 33). Beide Studien und insbesondere die Ergebnisse der Auswertung der Schulakten von Intensivtätern lieferten zahlreiche Hinweise zur weiteren Professionalisierung des Umgangs mit dieser Gruppe junger Straftäter. Die nun vorliegende Studie „Intensivtäter in Berlin Teil III – Haftverläufe und Ausblicke auf die Legalberwährung junger Mehrfachtäter“ von Prof. Dr. Claudius Ohder widmet sich neben den unterschiedlichen Aspekten des Haftverlaufs von Intensivtätern unter anderem auch der Frage, wie diese auf das Leben nach der Haftentlassung vorbereitet werden. Die Antwort auf diese Frage ist von entscheidender Bedeutung für einen Strafvollzug, dessen Anspruch und Verpflichtung es ist, die Inhaftierten bei dem Übergang in ein Leben in Freiheit ohne Straftaten zu unterstützen.

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