Fernlinienbusse in Deutschland - Förderung nachhaltiger Mobilität durch die Liberalisierung des Fernverkehrs?

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URI: http://hdl.handle.net/10900/53291
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-532919
Dokumentart: Bachelor Thesis
Date: 2014-04-11
Source: Global Studies Working Papers of the Tübingen Institute of Geography ; 23
Language: German
Faculty: 7 Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
Department: Geographie, Geoökologie, Geowissenschaft
DDC Classifikation: 550 - Earth sciences
Keywords: Verkehrsgeographie , Nachhaltigkeit , Liberalisierung , Verkehrsentwicklung , Mobilität
Other Keywords: Fernbus
Fernlinienbus
Personenbeförderungsgesetz
nachhaltige Verkehrsentwicklung
nachhaltige Mobilität
Verkehrsverlagerung
Modal Shift
sustainable development
transport geography
sustainable mobility
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Inhaltszusammenfassung:

Die Vereinbarkeit von langfristig gesicherter Mobilität, die wirtschaftlich tragfähig, sozial ausgewogen und umweltschonend ist, ist eine komplexe verkehrspolitische Aufgabe. Mit der Novellierung des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) zum 1. Januar 2013 beabsichtigte die Bundesregierung den PKW–Verkehr einzudämmen und mehr Wettbewerb im Fernverkehr zu schaffen. Damit wurde den Busunternehmen in Deutschland der Linienbetrieb parallel zum Schienenverkehr gestattet, während der Nahverkehr weiterhin gesetzlich geschützt blieb. Als Folge dessen entstanden ein neuer dynamischer Markt und eine wachsende Branche mit hoher Konkurrenz zwischen den einzelnen Anbietern im Fernverkehr. Erhofft wurden durch die Gesetzesänderung Ressourcen- und Emissionseinsparungen. Gleichzeitig sollten eine höhere Mobilitätsrate und eine stärkere Wirtschaft gefördert werden. In dieser Arbeit wird durch verschiedene Indikatoren geprüft, ob Fernlinienbusse tatsächlich einen Beitrag zur nachhaltigen Mobilität in Deutschland leisten können. Zur Beurteilung und Bewertung der Sachverhalte wird auf eigenständig gesammelten qualitativen und quantitativen Daten sowie recherchierten Angaben aus der Fachliteratur und der Marktforschung zurückgegriffen. Anhand einer Fahrgastbefragung in der Universitätsstadt Tübingen wird untersucht, ob eine Verkehrsverlagerung zu umwelt- und CO2- freundlicherem Reisen führt und ob mehr Sicherheit im Straßenverkehr gewährleistet werden kann. Außerdem werden die Punkte Erreichbarkeit, Barrierefreiheit und Mobilität für einkommensschwache Bevölkerungsgruppen angesprochen. Experteninterviews hinterfragen die langfristige Stärkung der Wirtschaft und sprechen eine mögliche Gefährdung bestehender Infrastrukturen und Arbeitsplätze durch die Liberalisierung des Fernverkehrs an. Eine besondere Beachtung findet hierbei auch der ländliche Raum, der als Gewinner und Verlierer zugleich gehandelt wird. Außerdem wird auf die Motive der Fernbusfahrgäste, ihre Wünsche, Erwartungen und Ansprüche eingegangen, um ein Profil der „First Mover“ zu erstellen. Ein Ausblick auf den zukünftigen Markt bildet den Abschluss der Arbeit.

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