Vergleichende Bewertung des experimentellen Werkstoffs RIC mit Mark II und CAD-Temp im Dreipunkt-Biegetest mit und ohne Verschleißeinwirkung

DSpace Repository


Dateien:
Aufrufstatistik

URI: http://hdl.handle.net/10900/50726
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-507264
Dokumentart: Dissertation
Date: 2014
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Zahnmedizin
Advisor: Geis-Gerstofer, J. (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2012-11-29
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Verschleiß
Other Keywords: Dreipunkt-Biegetest
T-Test
License: Publishing license including print on demand
Order a printed copy: Print-on-Demand
Show full item record

Inhaltszusammenfassung:

Einleitung: Zunehmend höhere ästhetische Ansprüche in unserer modernen Konsumgesellschaft, als auch die grosse Nachfrage nach biokompatiblen Materialien führen dazu, dass Zahnersatz immer häufiger aus vollkeramischen Systemen erstellt wird. Dies führt jedoch zu zwei grundlegenden Problemen. Zum Einen ist die niedrige Biegefestigkeit der Verblendkeramiken sowie die häufig auftretenden Chippin-gerscheinungen von großem Nachteil. Außerdem gibt es Einschränkungen bei CMD (Craniomandibuläre Dysfunktion) wie beispielsweise Kontraindikation bei Bruxismus. Kompositmaterialien haben ihrerseits jedoch auch Nachteile . Diese bestehen in den auftretenden Verfärbungen und Abrasion. Zudem sind Komposite nicht langzeitbeständig. Dieses Problem stellt eine große Herausforderung an die zahnmedizinische und zahntechnische Welt dar. Ziel der Arbeit: Das Ziel der Arbeit war es, den neuartigen Werkstoff RIC (Resin Infiltrated Ceramic) im Vergleich mit einer Keramik (Mark II) und einem Komposit (CAD-Temp) im Dreipunkt-Biegetest mit und ohne vorheriger Verschleißeinwirkung hinsichtlich ihrer Biegefestigkeit in-vitro zu untersuchen. So unterschiedlich sie auch sein mögen, haben alle drei gemeinsam, dass sie für die Herstellung von Langzeitprovisorien sowie für den definitiven Zahnersatz im Frontzahnbereich genauso wie im Seitenzahnbereich dienen sollen. Material und Methode: In dieser Arbeit wurden drei Restaurationsmaterialien: RIC, Mark II und CAD-Temp untersucht. Pro Restaurationsmaterial wurden jeweils 30 Prüfkörper, von denen jeweils 10 im Ausgangszustand, also ohne Verschleiß, und je 15 nach 1000 Zyklen im Kausimulator durch den Dreipunkt-Biegetest auf ihre Biegefestigkeit untersucht. Fünf Prüfkörper, die als Platzhalter fungierten, wurden verworfen. Nach 1000 Zyklen wurde die Verschleißtiefe Pt mit einem Perthometer gemessen. Ergebnisse: Die Biegefestigkeit von RIC nach 1000 Zyklen im Kausimulator wurde mit 123,4 ± 14,05 [MPa] bestimmt. Dieser Wert ist im Vergleich zu CAD-Temp mit 89,45± 6,24 [MPa] und Mark II mit 98,18± 6,54 [MPa] der höchste unter den drei geprüften Materialien. Die Biegefestigkeit im Ausgangszustand für RIC und Mark II ist innerhalb der Fehlertoleranzen gleich. Bei RIC konnte eine Verringerung der Biegefestigkeit nach Beanspruchung - wie auch bei Mark II - nicht nachgewiesen werden. Eine signifikanten Unterschied dieses Wertes gibt es ausschließlich bei CAD-Temp. Alle Vergleichsaus-sagen gelten mit dem Signifikanzniveau α=0,05. Der mittlere Verschleiß Pt von RIC (8,38 ± 1,85 μm) liegt zwischen dem der beiden anderen Materialien, CAD-Temp (7,00 ± 1,85 μm) und Mark ll (10,81 ± 2,37 μm). Es wurde nachgewiesen, dass RIC hinsichtlich der Verschleißtiefe Pt und Keramik Mark II signifikant nicht unterschiedlich sind. Zusammenfassung: Es konnte gezeigt werden, dass der neu entwickelte Werkstoff RIC tatsächlich den Vorzug von Komposit und die hohe Biegefestigkeit von Keramik vereint und somit eine verbesserte Werkstoffklasse bildet.

This item appears in the following Collection(s)