Ticketfreier Nahverkehr im Stadtgebiet Tübingen. Möglichkeiten, Chancen und Probleme eines umlagefinanzierten ÖPNV und Wege zur Umsetzung.

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URI: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-71944
http://hdl.handle.net/10900/50008
Dokumentart: Masterarbeit
Date: 2013
Source: Global Studies Working Papers of the Tübingen Institute of Geography ; 22
Language: German
Faculty: 7 Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
Department: Geographie, Geoökologie, Geowissenschaft
DDC Classifikation: 550 - Earth sciences
Keywords: Öffentlicher Personennahverkehr , Finanzierung , Umlage , Fahrausweis , Tübingen
License: Publishing license including print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) stellt für die meisten deutschen Kommunen sowohl einen Hoffnungsträger in Hinblick auf eine nachhaltige Mobilität dar als auch eine Bürde hinsichtlich der finanziellen Belastung, die der ÖPNV doch für die kommunalen Haushaltskassen bedeutet. Auch die Stadt Tübingen sieht sich mit der Herausforderung konfrontiert, den ÖPNV einerseits für höhere Fahrgastzahlen noch attraktiver gestalten zu wollen, das steigende Defizit zwischen Betriebskosten und Einnahmen andererseits jedoch kaum aus dem eigenen Haushalt decken zu können. Doch statt die populäre Lösung der Preiserhöhungen für Fahrscheine zu wählen, verfolgt die Stadt Tübingen eine andere, kundenfreundliche Vision: die Ticketfreiheit im ÖPNV. Diese Masterarbeit untersucht exemplarisch für die Stadt Tübingen, wie sich ein ticketfreies ÖPNV-System über verschiedene Umlagemodelle finanzieren ließe, und geht der Frage nach, inwiefern die angestrebte Ticketfreiheit eine höhere Attraktivität im Tübinger Stadtbusverkehr bewirkt und somit den gewünschten Fahrgastzuwachs induzieren kann. Hierfür wird ein Einblick in die bestehende Finanzierungsstruktur und Tarifpolitik des deutschen ÖPNV-Systems vorgenommen sowie auf Basis des Literaturstudiums anhand ausgewählter Determinanten untersucht, welche Rolle Mobilitätskosten für die Verkehrsmittelwahl haben. Darüber hinaus zeigt die Arbeit auf, welche Wirkungen die Tübinger Verlagerungsstrategie auf Externalitӓten im Privatsektor, den Straßenverkehr im Allgemeinen sowie die Kostenbelastung für die Stadt Tübingen zu haben vermag. Städte wie Templin, Hasselt oder Tallinn, die in der Vergangenheit ihre eigene Vision eines ticketfreien ÖPNV umgesetzt haben, dienen als Fallbeispiele für mögliche Verlagerungserfolge. Zentraler Bestandteil der Arbeit stellt die Auswertung der Online-Befragung dar, in der unter Mitarbeitern der größten Arbeitgeber im Stadtgebiet Tübingen untersucht wurde, welche Faktoren ihre jeweilige Verkehrsmittelwahl bestimmen und wie sie ausgewählten Modellen zur Umsetzung eines umlagefinanzierten ÖPNV-Systems gegenüberstehen. Abschließend werden sowohl gegenwärtig existierende Vorläufermodelle, bspw. das naldo-Jobticket, weiterentwickelt als auch neue Konzepte zur Einführung einer kommunalen Nahverkehrsabgabe in ihren Potenzialen und Ausgestaltungsmöglichkeiten diskutiert. Hierzu zählen neben der Bürger-, der Arbeitgeber-, der Touristen und der KFZ-Halterabgabe auch der ÖPNV-Erschließungsbeitrag sowie die betriebliche Stellplatzbewirtschaftung.

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