Der Einfluss der Systemtransformation auf den Energiesektor der postsozialistischen Staaten

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dc.contributor.advisor Förster, Horst (Prof. Dr. Dr. h.c. mult.) de_DE
dc.contributor.author Klein, Viktor de_DE
dc.date.accessioned 2012-09-13 de_DE
dc.date.accessioned 2014-03-18T10:25:05Z
dc.date.available 2012-09-13 de_DE
dc.date.available 2014-03-18T10:25:05Z
dc.date.issued 2012 de_DE
dc.identifier.other 370936612 de_DE
dc.identifier.uri http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-63833 de_DE
dc.identifier.uri http://hdl.handle.net/10900/49715
dc.description.abstract Jede Gesellschaft hat einen spezifischen Umgang mit Energie, dessen Charakteristika sich am Energieverbrauch ablesen lassen. Gesellschaftliche Veränderungen führen zum Wandel im Umgang mit Energie und sind deshalb durch Energieverbrauchsindikatoren darstellbar. Dieser Grundidee folgend, behandelt die vorliegende Untersuchung die Auswirkungen der Systemtransformation in den postsozialistischen Staaten auf zentrale Indikatoren des Energieverbrauchs. Unter der Prämisse, dass der Transformationsprozess mittelfristig zu einem Wachstum der Wirtschaft führen wird, werden folgende zentrale Thesen formuliert: Durch nachholenden Konsum wächst der Pro-Kopf-Energieverbrauch. Aufgrund von Veränderung der Wirtschaftsstruktur sowie Effizienzverbesserungen sinkt die Energieintensität. Zur Überprüfung dieser Thesen, werden für den Zeitraum 1992-2007 für alle postsozialistischen Transformationsländer Regressionsanalysen durchgeführt. Dabei wird das Verhältnis zwischen Pro-Kopf-Einkommen als Variable für Wirtschaftsentwicklung und den beiden Energieverbrauchindikatoren Pro-Kopf-Verbrauch und Energieintensität analysiert. Danach erfolgt mithilfe von Regressionsanalysen im Länderquerschnitt ein Vergleich der postsozialistischen Staaten im Jahr 2007 untereinander. Hier liegt der Fokus der Untersuchungen auf dem Zusammenhang zwischen ausgewählter Indizes für Entwicklung und Transformation, wie zum Beispiel dem Human Development Index oder dem Bertelsmann Transition Index und den beiden bereits vorgestellten Energieverbrauchsindikatoren. Beim nationalen Fallbeispiel Ukraine werden weiterführende Faktoren wie zum Beispiel die Energieressourcen oder das politische System des Landes zur Untersuchung herangezogen. Zudem erfolgen auf der nationalen Maßstabsebene tiefer gehende Analysen. Die Regressionsanalysen im zeitlichen Längsschnitt ergeben über den gesamten Untersuchungszeitraum oftmals nur einen geringen oder keinen Zusammenhang zwischen den untersuchten Variablen. Werden die Werte hingegen in zwei zeitlich unterschiedlichen Phasen betrachtet, so beschreiben die gefundenen Regressionsgleichungen bei einigen Staaten den Zusammenhang zwischen den untersuchten Variablen sehr gut. Die Zweigliedrigkeit der Entwicklung wird als Zeichen der Wirksamkeit des Transformationsprozesses verstanden: Erst nach einer gewissen Zeit können die Strukturen des alten Systems überwunden werden. Danach erfolgt ein deutlicher Bruch zur Vergangenheit, der sich sichtbar in den Energieverbrauchsindikatoren auswirkt. Die Untersuchungen im Länderquerschnitt zeigen insgesamt wesentlich weniger klare Ergebnisse als die im zeitlichen Längsschnitt durchgeführten Regressionsanalysen. Die deutlichste Tendenz ist, dass die Verteilung der Energieintensität, sich am besten durch die politische Dimension der Systemtransformation erklären lässt. So ist die Höhe der Energieintensität zu einem bestimmten Anteil von Faktoren wie der Wahrung der Bürgerrechte oder der regulatorischen Qualität der Regierungen abhängig. Beim nationalen Fallbeispiel der Ukraine macht die Entwicklung der verbrauchsbeeinflussenden Größen und Energieverbrauchsindikatoren deutlich, wie stark das Land vom Transformationsschock betroffen ist und dass diese Phase mehrere Jahre andauern kann. Der Tiefpunkt der wirtschaftlichen Entwicklung wurde erst spät erreicht. Die Energieintensität der Ukraine ist in dieser Phase trotz sinkendem Primärenergieverbrauch stark gestiegen und sinkt erst während der Wachstumsphase des Landes wieder. Sie befindet sich im Vergleich zu anderen Staaten auch am Ende des Untersuchungszeitraums weiterhin auf einem hohen Niveau. Die für die Ukraine durchgeführten Regressionsanalysen zeigen ebenfalls eine deutliche Zweiteilung der Entwicklung. Somit ist auch in der Ukraine ein transformationsbedingter Wandel feststellbar. Die Wirtschaftsstruktur des Landes verändert sich allerdings nur langsam. Ein Großteil des Bruttoinlandsprodukts wird weiterhin in der Industrie generiert, die immer noch überdurchschnittlich stark von energieintensiven Branchen geprägt ist. Aus diesem Grund sank die Energieintensität im industriellen Sektor wesentlich weniger, als im ohnehin wenig energieintensiven Dienstleistungssektor. Zudem stieg der Energieverbrauch der Privathaushalte deutlich an, was die Energieintensität des Landes zusätzlich verschlechtert. Die Betrachtung der Querschnittsuntersuchungen in Bezug auf die Position der Ukraine im internationalen Vergleich zeigt, dass das Land bei den meisten Analyseschritten eine Sonderposition hinsichtlich der Energieintensität belegt. Relativ zur Beurteilung des Transformationserfolgs sind die Intensitätswerte des Landes im Jahr 2007 im Vergleich zu den meisten anderen postsozialistischen Staaten deutlich zu hoch. Die Ukraine zeigt in diesen Untersuchungen mehr Ähnlichkeiten zu energiereichen Autokratien wie Turkmenistan oder Usbekistan, als zu den europäischen Transformationsstaaten. de_DE
dc.description.abstract Every society has a specific way of handling energy, the characteristics of which are represented in energy consumption indicators. Societal changes lead to changes in the use of energy and can therefore be described in terms of these indicators. Following this basic idea, the study at hand examines the effects of the system transformation in the post-socialist states on the key indicators of energy consumption. Assuming that the transformation process will lead to midterm economic growth, the following central theses are formulated: Due to a catch-up development, the increase in consumption per capita leads to a growing energy consumption per capita. As a consequence of the changes in the economic structure and efficiency improvements, energy intensity decreases. To verify these theses, regression analyses for all post-socialist transition countries are performed over the 1997-2007 period. These analyses examine the relationship between the income per capita as a proxy for economic development and the two main energy consumption indicators: energy consumption per capita and energy intensity. Furthermore the post-socialist countries are compared with each other for the year 2007 using a regression analysis. In this case the focus is on the relationship between selected indices for development and transformation, such as the Human Development Index (HDI) or the Bertelsmann Transition Index (BTI) and the aforementioned energy consumption indicators. In the national case study of Ukraine additional factors such as energy resources or the political system of the country are included. Besides, the analyses can be deepened on a national scale. The regression analyses over the entire period investigated often show little or no relationship between the variables. However, if the values are considered for two distinct periods, the found regression equations describe the relationship between the variables almost perfectly for some countries. The bipartite development is understood as a sign of the effectiveness of the transformation process: after a certain time, the persistence of the old system can be overcome. Then a sharp break with the past is having an impact which is visible in the energy consumption indicators. The cross-section analyses of all post-socialist countries for the year 2007 have not returned such clear results. The most obvious trend is that the distribution of energy intensity can be best explained by the political dimension of the transformation process. Thus, in states where civil rights are respected and where the regulatory quality of the government is on a high level, the probability of a lower energy intensity is relatively high compared to countries which do not meet these criteria. In the national case study of Ukraine the developments of both the variables influencing consumption and of the energy consumption indicators clearly show how much the country is affected by the transition shock and that this phase can last for several years. The low point of the economic development was not achieved until the late 1990s. The energy intensity of Ukraine has increased sharply over this period despite falling primary energy consumption. It only starts to decrease in the growth phase of the country. However, compared to most other post-socialist states, even at the end of the period investigated, Ukraine’s energy intensity still remains at a high level. The regression analyses carried out for Ukraine show a bipartite development. Thus, transformation-related changes are also apparent in Ukraine. Nevertheless, the economic structure of the country changes only slowly. A large proportion of the gross domestic product is still generated in the industry, which is characterized by above-average energy-intensive industries. For this reason, the energy intensity in the industrial sector declined significantly less than in the already non-energy-intensive service sector. In addition, the increased energy consumption of households rises significantly, contributing to the high level of energy intensity in the country. Therefore, the studies of the position of Ukraine in international comparison show that that in many cases the country occupies a very special position in terms of energy intensity. Compared to most other post-socialist states in 2007 the energy intensity values of Ukraine were clearly too high with regard to the assessment of the success in the transformation process. In this respect Ukraine shows more similarities to the energy-rich autocracies such as Turkmenistan and Uzbekistan, rather than to the other European transformation states. en
dc.language.iso de_DE de_DE
dc.publisher Universität Tübingen de_DE
dc.rights ubt-podok de_DE
dc.rights.uri http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=de de_DE
dc.rights.uri http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=en en
dc.subject.classification Systemtransformation , Ukraine , Transformationsländer , Energieeffizienz , Energieverbrauch de_DE
dc.subject.ddc 333.7 de_DE
dc.subject.other System transformation , Countries in transition , Energy efficiency , Energy consumption en
dc.title Der Einfluss der Systemtransformation auf den Energiesektor der postsozialistischen Staaten de_DE
dc.title The Influence of the System Transition on the Energy Sector of the Post-socialist Countries en
dc.type Dissertation de_DE
dcterms.dateAccepted 2012-07-25 de_DE
utue.publikation.fachbereich Geographie, Geoökologie, Geowissenschaft de_DE
utue.publikation.fakultaet 7 Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät de_DE
dcterms.DCMIType Text de_DE
utue.publikation.typ doctoralThesis de_DE
utue.opus.id 6383 de_DE
thesis.grantor 7 Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät de_DE

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