Orientierungen für eine bessere Globalisierung

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URI: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-18552
http://hdl.handle.net/10900/47362
Dokumentart: ResearchPaper
Date: 2003
Source: Tübinger Diskussionsbeiträge der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät ; 271
Language: German
Faculty: 6 Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
Department: Wirtschaftswissenschaften
DDC Classifikation: 330 - Economics
Keywords: Globalisierung
License: Publishing license excluding print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Eine Google-Suche zum Stichwort Globalisierung ergibt mehr als 5 Millionen Treffer – Beleg, dass es sowohl an Interesse wie an Definitionen nicht mangelt. Für die meisten Ökonomen umfasst Globalisierung in erster Linie einen Prozess zunehmender internationaler Arbeitsteilung und damit Verflechtung nationaler Volkswirtschaften durch Handel mit Waren und Dienstleistungen, grenzüberschreitende Unternehmensinvestitionen und Finanzströme. Begünstigt wird dieser Prozess durch technischen Fortschritt, vor allem im Transport- und Kommunikationswesen. Idealtypisch ist Globalisierung ein Positivsummenspiel, bei dem alle beteiligten Volkswirtschaften Vorteile haben durch die damit verbundenen Produktivitäts- und Wachstumseffekte. Doch sie bedeutet auch, dass sich diese Volkswirtschaften auf grenzüberschreitenden Wettbewerb einlassen, der eine ständige Veränderung und Anpassung verlangt. Und dies wird den Menschen nicht einfach aufgezwungen, sondern ist auch die Folge von Veränderungskräften, die tief in der menschlichen Natur verwurzelt sind: der Drang nach Freiheit und einem besseren Leben, nach neuen Entdeckungen und nach einer Erweiterung des Horizonts. Globalisierung hat also mehr als nur eine wirtschaftliche Dimension. Und sie umfasst Probleme, die weit über die Ökonomie hinausgehen: Umweltprobleme, ansteckende Krankheiten und organisiertes Verbrechen kennen keine Landesgrenzen mehr. Und Samuel Huntingtons bereits Anfang der Neunziger Jahre aufgeworfene Frage, ob uns durch die Globalisierung ein "Clash of Civilizations" bevorsteht, hat zu Beginn des 21. Jahrhunderts eher an Brisanz gewonnen. Ich werde mich allerdings heute im Wesentlichen auf die wirtschaftlichen Konsequenzen und Herausforderungen der Globalisierung konzentrieren.

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