Die Gesten im malerischen und zeichnerischen Werk Raffaels

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URI: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-52725
http://hdl.handle.net/10900/46823
Dokumentart: Dissertation
Date: 1999
Language: German
Faculty: 5 Philosophische Fakultät
Department: Sonstige - Kulturwissenschaften / Kunstgeschichte)
Advisor: Schwager, Klaus
Day of Oral Examination: 1999-12-20
DDC Classifikation: 700 - The arts; fine and decorative arts
Keywords: Raffaello <Sanzio>
Other Keywords: Geste , Gestik , Affektdarstellung
Gesture , Expression of emotions
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Inhaltszusammenfassung:

Die Dissertation untersucht den Gebrauch von Gesten im zeichnerischen und malerischen Oeuvre von Raffael (1483–1520). Entlang seines Lebenswegs von Umbrien nach Rom beschreibt der Autor detailliert ausgewählte Werke, die er in einem größeren Kontext von formalen, ikonographischen, theoretischen und kulturellen Fragen analysiert. Die einführenden Kapitel behandeln die zeitgenössische Kunsttheorie der Renaissance, namentlich Alberti, Leonardo da Vinci und Baldesar Castiglione, die Verwendung von Gesten in anderen Gebieten, wie zum Beispiel Liturgie oder Rechtssprechung, und stellen eine Art Verzeichnis der von Raffael am häufigsten verwendeten Gesten zusammen. Die zentralen Kapitel untersuchen den Gebrauch von Gesten im malerischen Werk an signifikanten Beispielen aus jeder Schaffensphase, wodurch sich ein natürlicher Schwerpunkt in den Stanzenfresken im Vatikan ergibt. Es kann gezeigt werden, dass, obgleich Raffael kein System von Gesten oder gar eine Gestensprache benutzt, seine Vorgehensweise bei der Verwendung von Gesten im Bild dennoch systematische Züge aufweist. Der Autor verfolgt die Entwicklung bestimmter Elemente, wie zum Beispiel die Rückenfigur, die zu einer mehr und mehr dynamischen und dramatischen Figur wird, indem sie zunehmend Gesten verwendet, um Affekte auszudrücken. Das Kapitel über die Zeichnungen arbeitet vor allem heraus, dass Raffael den Einsatz der Gesten im Bild sehr genau vorbereitet und ein gestisches Idiom anwandet, das so seinen Schülern nicht zu Gebote stand. Dies ist die erste monographische Studie zur Verwendung von Gesten im Werk eines Künstlers.

Abstract:

The dissertation examines Raphael Sanzio’s (1483–1520) use of gestures in the painter’s graphical and pictorial oeuvre. Following his way from Urbino to Rome the author describes in detail selected works and puts the gestural practice in a wider context, considering formal, iconographic, theoretical and cultural questions. The introductory chapters deal with contemporary art theory of the Renaissance, namely Alberti, Leonardo da Vinci, and Baldessar Castiglione, gestural practices in other fields, such as liturgy or jurisdiction, and put together an inventory of the most common gestures in Raphael’s works. The main chapters explore the treatment in the paintings, selecting significant works for each period of Raphael’s life, thus naturally focusing on the frescoes in the Vatican Stanze. It can be shown that, albeit Raphael is using not applying a system or even a language of gestures, his usage of gestures is nevertheless systematic. The author shows the development of certain props, for example the figures seen from behind which grow more and more dramatic and dynamic by using gestures as a means of expressing emotions. The chapter about Raphael’s drawings clearly shows that the artist was preparing the integration of gestures very carefully. The “idiom of gestures” he applied was not available to his pupils or members of his large workshop. This is the first monographic study of a single artist’s use of gestures.

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