Auswanderung : Ursachen, Motive, Ziele

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dc.contributor.author Trugenberger, Volker de_DE
dc.date.accessioned 2010-02-18 de_DE
dc.date.accessioned 2014-03-17T11:33:26Z
dc.date.available 2010-02-18 de_DE
dc.date.available 2014-03-17T11:33:26Z
dc.date.issued 1987 de_DE
dc.identifier.other 318841304 de_DE
dc.identifier.uri http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-45371 de_DE
dc.identifier.uri http://hdl.handle.net/10900/44077
dc.description.abstract War Württemberg in den Jahrzehnten nach dem Dreißigjährigen Krieg ein ausgesprochenes Einwanderungsland, das vor allem Schweizer anzog, die in dem durch Krieg und Seuchen dezimierten Land mit seinen verlassenen Höfen und Ackern ein besseres Auskommen zu finden hofften als in ihrer übervölkerten Heimat, so suchten im 18. Jahrhundert immer mehr Württemberger ihr Glück im Ausland, ja für das 19. Jahrhundert kann sogar von einer Massenauswanderung gesprochen werden. Allein in den Jahren zwischen 1815 und 1871 wanderten mindestens 400 000 Menschen aus Württemberg aus. Die Ursachen hierfür sind vor allem in einer allgemeinen Bevölkerungszunahme zu erblicken, die auch für Affstätt festzustellen ist. Hatte der Ort im Jahr 1800 261 Einwohner, so waren es 1853 378 und 1895 gar 440. Neuerungen in der Landwirtschaft wie etwa der Kartoffelanbau, die Gipsdüngung, der Anbau der Brache mit Futterpflanzen und die damit verbundene Stallfütterung in den Sommermonaten, die sich seit dem Ende des 18. Jahrhunderts durchzusetzen begannen, führten zwar zu einer Steigerung der Erträge, doch konnten Produktion und Produktivität in der Landwirtschaft ebensowenig wie im gewerblichen Bereich mit dem Bevölkerungswachstum Schritt halten. Massenarmut und Unterversorgung insbesondere in Realteilungsgebieten, zu denen auch Affstätt gehörte, waren die Folge. Hier bewirkte nämlich das Erbrecht eine Aufsplitterung des Besitzes, immer mehr Haushalte mußten sich den nicht beliebig vermehrbaren Boden teilen, immer weniger Haushalte hatten so genügend Land, um davon leben zu können. Das Handwerk bot nur beschränkt die Möglichkeit, sich damit den Lebensunterhalt zu verdienen. Viele dörfliche Handwerksberufe wie Schmiede, Wagner oder Bäcker waren „übersetzt", d. h. es gab im Verhältnis zum Bedarf zu viele, die das jeweilige Handwerk ausübten, und das weit verbreitete Weberhandwerk bekam in zunehmendem Maße die Konkurrenz der ausländischen Industrie zu spüren. Eine nennenswerte einheimische Industrie, in der Arbeit zu finden gewesen wäre, war zunächst nicht vorhanden. de_DE
dc.language.iso de de_DE
dc.publisher Universität Tübingen de_DE
dc.rights ubt-podno de_DE
dc.rights.uri http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=de de_DE
dc.rights.uri http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=en en
dc.subject.classification Affstätt , Auswanderung , Geschichte de_DE
dc.subject.ddc 914.3 de_DE
dc.title Auswanderung : Ursachen, Motive, Ziele de_DE
dc.type (wissenschaftlicher) Artikel de_DE
dc.date.updated 2010-08-11 de_DE
utue.publikation.fachbereich Sonstige/Externe de_DE
utue.publikation.fakultaet 9 Sonstige / Externe de_DE
dcterms.DCMIType Text de_DE
utue.publikation.typ article de_DE
utue.opus.id 4537 de_DE
utue.publikation.source Von Affinstätten zu Affstätt : 700 Jahre Geschichte eines Dorfes im Gäu / [Hrsg.: Stadt Herrenberg]. - Herrenberg : Stadt Herrenberg, [1987] de_DE

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