Kriminologie und kriminologische Ausbildung - Gebrauchsartikel im Strafverteidigeralltag?

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/181138
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1811383
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-122462
Dokumentart: Wissenschaftlicher Artikel
Erscheinungsdatum: 1991
Sprache: Deutsch
Fakultät: Kriminologisches Repository
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Inhaltszusammenfassung:

Inwieweit Strafverteidigung und kritische Kriminologie ihr gemeinsames Ziel der Entpönalisierung bzw. Entkriminalisierung als Verbündete verfolgen, hängt von der Überwindung spezifischer Formen der Entfremdung zwischen ihnen ab und von der Rationalität, mit der kriminologisches Wissen in den Strafverteidigeralltag hinein vermittelt und in diesem verwendet wird. Auf dem Hintergrund der gegenseitigen Anerkennung und Wertschätzung von systematischem Wissen der Wissenschaft auf der einen und pragmatischem Handlungswissen auf der anderen Seite wird vorgeschlagen, über „Gegenexpertisen“ von Strafverteidigern und kritischen Kriminologen die für beide Seiten bedeutsamen Handlungs- und Problembereiche gemeinsam und perspektivisch aufeinander zu beziehen und zu analysieren. Dies wird am Beispiel der „informellen Programme“ im Strafverfahren und am Phänomen der „Organisierten Kriminalität“, die die Institution der Strafverteidigung von „innen“ wie „außen“ auszuhöhlen bedrohen, exemplifiziert.

Abstract:

How defense lawyers and criticai criminologists can manage to pursue their common goal of depenalization respectively decriminalization as allies, depends on thè overcoming of specific forms of alienation between them and on the rationality by which criminological knowledge is transferred to defense lawyers and used by them in their daily professional activities. On thè background of the mutual acknowledgement and esteem of systematic scientific knowledge on one side and of pragmatic professional knowledge on the other side, the concept of „counter-expertise“ is proposed to confront and analyse commonly different perspectives on areas of professional activities and politics, which are for both sides equally significant. This is demonstrated by way of example for “informal programs” in criminal court proceedings and for the phenomenon of “organized crime”, which threaten to undermine the Institution of criminal defense from “inside” and “outside”.

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