Soziale Determinanten und expositionelle Risikofaktoren einer SARS-CoV-2-Infektion: Eine retrospektive Kohortenstudie

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URI: http://hdl.handle.net/10900/141779
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1417794
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-83126
Dokumentart: PhDThesis
Date: 2023-06-02
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Zoller, Wolfram G. (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2022-09-05
DDC Classifikation: 500 - Natural sciences and mathematics
610 - Medicine and health
Keywords: Epidemiologie , SARS , Pandemie , COVID-19
License: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

Ziel: Ziel dieser Studie war es, schnell verfügbare Risikofaktoren für eine SARS-CoV-2-Infektion im ambulanten Patientensetting zu identifizieren. In der vorliegenden Arbeit wurde der Fokus auf die vorbestehenden Risikofaktoren aus sozialem Hintergrund und Lebensweise sowie auf das Risiko nach einer Exposition gegenüber einem COVID-19-Fall gelegt. Material und Methoden: In diese retrospektive, monozentrische Kohortenstudie wurden alle Patienten eingeschlossen, die 18 Jahre oder älter waren und zwischen dem 04.04.2020 und 15.05.2020 in der Fieberambulanz Neckarpark in Stuttgart vorstellig wurden. Auf dem Untersuchungsbogen wurden neben demographischen Daten, Vorerkrankungen und Symptomen auch die Exposition gegenüber einem Infizierten, die Arbeit als Personal der Kritischen Infrastruktur, die Anzahl an (symptomatischen) Personen im gleichen Haushalt, ein Aufenthalt in einem Risikogebiet laut RKI, sowie das Rauchverhalten des Patienten dokumentiert. Ergebnisse: Von insgesamt 930 Patienten wurden 74 (8,0 %) positiv auf SARS-CoV-2 getestet. Eine Exposition gemäß Kategorie I (OR 12,20; KI 6,80 - 21,90), vor allem im gleichen Haushalt (OR 4,14; KI 1,28 - 13,33) und mit steigender Anzahl an (symptomatischen) Haushaltsmitgliedern, war mit einem erhöhten Risiko für COVID-19 verbunden. Patienten, die im Gesundheitswesen oder der kritischen Infrastruktur arbeiteten, waren ebenfalls einem erhöhten Risiko ausgesetzt (OR 2,35; KI 1,40 - 3,96). In der SARS-CoV-2-positiven Gruppe waren weniger aktive Raucher (p = < 0,001; OR 0,19; KI 0,08 - 0,44). Das auf Grundlage dieser Ergebnisse erstellte multivariate Modell zeigte eine gute Detektionsrate (AUROC = 0,77). Schlussfolgerungen: Zusammenfassend konnten wir unter den sozialen Determinanten die Kontakthistorie, das Rauchverhalten und die Anzahl an (symptomatischen) Haushaltsmitgliedern als starke Prädiktoren einer SARS-CoV-2-Infektion identifizieren. Besonders die Erkenntnisse in Bezug auf das Rauchen stellen für die Zukunft interessante Forschungsgegenstände dar.

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