Retrospektive Analyse der Genese, Klinik und Therapie von Dünndarmperforationen

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URI: http://hdl.handle.net/10900/140332
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1403324
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-81679
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1403320
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1403323
Dokumentart: PhDThesis
Date: 2023-05-03
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Königsrainer, Alfred (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2023-04-13
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Chirurgie , Gastroenterologie , Dünndarm , Endoskopie
Other Keywords: Dünndarmperforation
endoskopische Unterdrucktherapie
endoskopische Vakuumtherapie
endoscopic negative pressure therapy
small bowel perofation
License: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

Hintergrund: DDP stellen ein seltenes, relevantes und schweres Krankheitsbild dar 26. Die Ursachen für DDP können sehr vielfältig sein. Eine einheitliche Klassifikation für DDP fehlt bisher, ebenso wie eine evidenzbasierte Therapieempfehlung unter Berücksichtigung aller aktuell verfügbaren Behandlungsmethoden. Material und Methoden: Anhand von einer monozentrischen, retrospektiven Datenauswertung über einen Untersuchungszeitraum von 10 Jahren wurden 267 Patient/-innen mit DDP gefunden und Krankheits- sowie Therapie-spezifische Daten ausgewertet. Dabei wurde besonders auf Angaben zu Genese, Symptomatik, Therapie und zum Outcome der DDP bzw. Patient/-innen geachtet. Anhand einer systematischen Literaturanalyse wurde eine Übersicht über aktuelle Therapiemethoden erarbeitet. Ergebnisse: Im untersuchten Patient/-innenkollektiv wurden 94,3% aller DDP operativ, 3,4% konservativ und jeweils 1,1% der DDP in einer endoskopischen oder radiologischen Intervention therapiert. Das Outcome, gemessen an der Liegedauer im Krankenhaus und auf der Intensivstation und an der Entwicklung eines septischen Schocks, war in der Subgruppe der spät diagnostizierten und behandelten DDP signifikant schlechter als in den anderen Subgruppen. Ein Kurzdarm resultierte bei 6,0% aller Fälle. Die innerklinische Mortalität im Gesamtkollektiv betrug 14,2%. Diskussion: Der wichtigste Parameter für das Outcome der Patient/-innen ist die Zeit bis zur Diagnosestellung und Einleitung einer suffizienten Therapie der DDP sowie die Grund- oder Begleiterkrankung. Neue Therapiemethoden wie die EUDT zeigen vielversprechende Erfolge und können die Zahl der benötigten Operationen und die damit verbundenen Risiken minimieren. Es wurde eine deskriptive Einteilung von DDP (vgl. Tabelle 8) und ein Algorithmus zur leichteren Wahl des Therapieverfahrens (vgl. Abbildung 21) entwickelt. Die Aussagekraft des Algorithmus und der Vergleich des Outcomes der unterschiedlichen Therapiemethoden sollte Gegenstand zukünftiger Forschungen sein, um evidenzbasierte Entscheidungen treffen zu können.

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