Antikanzerogene Wirkung des Na+/K+-ATPase-Inhibitors Istaroxim am Rhabdomyosarkom und malignen Rhabdoid-Tumor

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URI: http://hdl.handle.net/10900/134271
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1342712
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-75622
Dokumentart: PhDThesis
Date: 2022-12-16
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Waxmannn, Steven (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2022-11-08
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Other Keywords: Rhabdomyosarkom, maligner Rhabdoidtumor, Istaroxim
License: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

In der vorliegenden Arbeit wurde erstmals systematisch die Wirkung des Na+/K+-ATPase-Inhibitors Istaroxim in singulärer Behandlung, sowie in Kombination mit dem Zytostatikum Doxorubicin oder Carboplatin auf einzelne Rhabdomyosarkom- und maligne Rhabdoid-Tumorzelllinien untersucht. Es konnte gezeigt werden, dass mit der Na+/K+-ATPase eine mögliche Angriffsstruktur für die Tumortherapie mit Istaroxim auf den Zelllinien Rh30 (ARMS), RD (ERMS) und A204 (mRT) vorhanden ist. Im weiteren Verlauf der experimentellen Arbeiten konnte eine signifikante Reduktion der Stoffwechselaktivität der untersuchten Zelllinien unter dem Einfluss von Istaroxim festgestellt werden. In der Kombinationsbehandlung mit Carboplatin zeigten sich zudem synergistische Effekte an den A204- und Rh30-Zellen. Die Kombinationsbehandlungen aus Istaroxim und Doxorubicin zeigte hingegen keine synergistischen oder additiven Effekte. Weiterführend konnte eine signifikant verstärkte Apoptoserate durch Istaroxim bei den Zelllinien RD und A204 festgestellt werden. In den Experimenten zum Migrationsverhalten zeigten sich bei allen drei untersuchten Tumorzelllinien signifikante Reduktionen unter Istaroximeinfluss. Auch eine signifikante Induktion des klonogenen Zelltodes konnte im Zuge der Colony-Forming-Assays (CFA) bei den mRT- (A204) und RMS-Zellen (RD und Rh30) nachgewiesen werden. Zusammenfassend bestätigen die Ergebnisse dieser Arbeit die These einer antikanzerogenen Wirkung des Na+/K+-ATPase-Inhibitors Istaroxim, auch wenn dessen Wirkweise bei den einzelnen Tumorzelllinien teilweise variiert. Die hier vorliegenden Resultate fügen sich ins Bild der aktuellen wissenschaftlichen Datenlage zur Untersuchung der potenziellen Etablierung von Istaroxim in der Tumortherapie. Insbesondere in Bezug auf die Bedeutung für die Migrations- und Kolonienbildungsfähigkeit konnten vielversprechende Ansätze erarbeitet werden.

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