Radioiodtherapie nach Strumektomie wegen benignen Schilddrüsenerkrankungen: Indikationen und Ergebnisse

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URI: http://hdl.handle.net/10900/127825
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1278251
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-69188
Dokumentart: Dissertation
Date: 2022-06-07
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Bares, Roland (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2022-05-10
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Schilddrüse
Other Keywords: Radioiodtherapie
Strumektomie
Voroperation
Benigne Schilddrüsenerkrankungen
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Inhaltszusammenfassung:

Ziel der vorgelegten Arbeit war die Analyse der Indikationen und Ergebnisse der Radioiodtherapie (RIT) bei Patienten mit benignen Schilddrüsenerkrankungen, bei denen zuvor bereits eine Strumektomie erfolgt war. Hierzu wurden die Daten von insgesamt 110 Patienten, die in der Abteilung für Nuklearmedizin der Universitätsklinik Tübingen in den Jahren 2006 bis 2012 eine RIT erhalten hatten, retrospektiv ausgewertet. Indikationen für die RIT waren bei 7,3% eine euthyreote Struma (ES) mit Lokalbeschwerden, bei 63,6% eine Hyperthyreose infolge funktioneller Autonomie (HFA) und bei 29,1% eine Hyperthyreose bei Morbus Basedow (HMB). Die RIT beseitigte die Hyperthyreose in 93,8% (HFA) bzw. 85,2% (HMB) der Fälle. Bei den Patienten der Gruppe ES und HMB erfolgte innerhalb von einem Jahr eine Volumenreduktion der Restschilddrüse um im Median 44,1% (ES) bzw. 73,8% (HMB). In der Gruppe HFA zeigten die autonomen Knoten eine mediane Abnahme um 70,6%. Das Unterschreiten der unteren Grenze der empfohlenen Dosisbereiche ebenso wie eine geplante zweizeitige RIT waren jeweils mit einem signifikant erhöhten Misserfolgsrisiko der RIT verbunden. Der Therapieerfolg und die Volumenreduktion unterschieden sich nicht von den Literaturdaten nicht voroperierter Patienten. Lokalbeschwerden und Herzrhythmusstörungen besserten sich in > 90% der Patienten nach 1 Jahr. Eine posttherapeutische Gewichtszunahme trat meist nach vorherigem Gewichtsverlust und bei Patienten der Gruppe HMB auf. Die RIT stellt somit auch nach Strumektomie eine wirksame Methode zur Beseitigung einer erstmaligen bzw. rezidivierten Hyperthyreose oder von Lokalbeschwerden infolge einer Rezidivstruma dar. Bei Einhaltung der empfohlenen Dosisbereiche ist das Risiko von Therapieversagern sehr gering. Das Risiko einer späteren Hypothyreose hängt vom Volumen des prätherapeutisch noch vorhandenen normalen Schilddrüsengewebes ab.

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