Einsatz der iterativen Dekonvolution bei der Nebenschilddrüsen-SPECT: Ist eine Verbesserung der diagnostischen Ergebnisse möglich?

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URI: http://hdl.handle.net/10900/127744
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1277442
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-69107
Dokumentart: Dissertation
Date: 2022-06-03
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Bares, Roland (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2022-04-27
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Other Keywords: SPECT
iterative Dekonvolution
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Inhaltszusammenfassung:

Die Single Photon Emission Computed Tomography (SPECT) mit 99mTc-MIBI ist ein etabliertes Verfahren zum Nachweis von Nebenschilddrüsenadenomen. Die Genauigkeit der Messung der Radioaktivitätsverteilung ist durch Streustrahlung, Schwächung und die Abbildungseigenschaften der verwendeten Kollimatoren limitiert. In dieser Arbeit wurde geprüft, ob ein neuer Entfaltungs-Algorithmus (iterative Dekonvolution) zur Nachbearbeitung der Daten die Bildqualität der Nebenschilddrüsen-SPECT verbessern kann. Hierzu wurden verblindet 97 Datensätze von 94 Patienten bezüglich eines vorhandenen Nebenschilddrüsenadenoms ausgewertet und mit der Lage der operativ und histologisch gesicherten Adenome verglichen. Es zeigte sich, dass der Bildkontrast zwischen Nebenschilddrüsenadenom, der Schilddrüse und dem umliegenden Weichgewebe durch die Restauration signifikant zunahm. Dies führte dazu, dass sich auch die Sicherheit in der Befundung erhöhte und die Herde zuverlässiger als Nebenschilddrüsenadenom klassifiziert werden konnten. Die Unterschiede waren jedoch nicht signifikant. Die Sensitivität für die korrekte Seiten- bzw. Lagebestimmung des Adenoms stieg von 79,4 % auf 83,5 % bzw. von 53,6 % auf 55,6 %. Die erreichten Verbesserungen betrafen insbesondere kleine Adenome (< 1cm) und Adenome in der Nachbarschaft von knotigen Schilddrüsenveränderungen. Für einen weniger erfahrenen Untersucher erlaubte der höhere Kontrast der neu rekonstruierten Bilder eine leichtere und sicherere Herderkennung. In fünf Fällen trat ein verstärktes Bildrauschen auf, das die Befundung erschwerte und zu falschen Resultaten führte. Durch die Anwendung des neuen iterativen Algorithmus zur Nachbearbeitung ist somit eine Verbesserung der Ergebnisse der Nebenschilddrüsen-SPECT möglich. Angesichts der vereinzelt auftretenden Verschlechterung der Bildqualität ist eine ausschließliche Verwendung des neuen Algorithmus zum gegenwärtigen Zeitpunkt jedoch noch nicht zu empfehlen.

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