Einfluss von Human Growth hormon auf die durch Everolimus induzierte Wundheilungsstörung von Kolonanastomosen bei Ratten

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URI: http://hdl.handle.net/10900/121837
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1218370
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-63203
Dokumentart: Dissertation
Date: 2021-12-16
Language: English
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Küper, Markus (PD Dr.)
Day of Oral Examination: 2021-09-30
Other Keywords: Wundheilung
Everolimus
Anastomose
Wachstumshormon
anastomosis
human growth hormon
wound healing
License: Publishing license excluding print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Einfluss von Human Growth hormon auf die durch Everolimus induzierte Wundheilungsstörung von Kolonanastomosen bei Ratten Everolimus, ein Immunsuppressivum aus der Gruppe der m-TOR-Inhibitoren, verursacht in klinisch relevanter Dosierung Wundheilungsstörungen. Inwieweit die negativen Wirkungen von Everolimus auf die intestinale Wundheilung durch die simultane Wachstumshormongabe positiv beeinflusst werden können, war Gegenstand der vorliegenden Studie. Es wurden 48 männliche Sprague-Dawley-Ratten in drei Gruppen unterteilt und je nach Gruppe entweder mit Placebo, mit Everolimus (3mg/kg KG) oder mit Everolimus (3mg/kg KG) und zusätzlich Human growth hormon (hGH) in einer Dosierung von 2,5mg/kg KG über insgesamt 2 Wochen behandelt. Nach einer Woche Vorbehandlung erfolgte die Laparotomie mit anschließender Anlage einer Dickdarmanastomose. Nach einer weiteren Woche medikamentöser Behandlung erfolgte die Organentnahme mit physikalischer, histologischer und immunhistochemischer Aufarbeitung. Bei der Messung des „bursting pressure“ der Anastomosen zeigte sich eine deutliche Abnahme des mittleren Druckes in der Everolimusgruppe wohingegen die Behandlung simultane Behandlung mit hGH wieder deutlich verbesserte Werte brachte. Die Hydroxyprolinkonzentration was signifikant erhöht in der hGH-Gruppe im Vergleich zur Everolimus-Gruppe. Ebenso war die Zahl der MPO-positiven Zellen durch Gabe von hGH signifikant reduziert, wohingegen die Zahl der PCNA-positiven Zellen durch hGH signifikant erhöht wurde. Dazu passend fand sich in den HE-Färbungen signifikant mehr Granulationsgewebe in der hGH-Gruppe. In der Zusammenschau der Ergebnisse lässt sich feststellen, dass Wachstumshormon einen positiven Einfluss auf die Everolimus-bedingte Wundheilungsstörung besitzt. Dies geschieht primär nicht durch Unterdrückung der durch Everolimus hervorgerufenen Entzündungsreaktion, sondern es wird ein Umbau der extrazellulären Matrix verhindert und die Proliferationsfähigkeit des Gewebes bleibt erhalten. Darüber hinaus wird besonders durch vermehrten Kollageneinbau eine Stabilisierung der Anastomose erreicht, was zu einem deutlich besseren „outcome“ der Tiere führte.

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