Relevanz humaner Chemokine und zirkulierender dendritischer Zellen bei valvulär bedingter Herzinsuffizienz – MitraClip® als Interventionsmodell

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dc.contributor.advisor Langer, Harald (Prof. Dr.)
dc.contributor.author Mandel, Sarah Brigitte
dc.date.accessioned 2021-12-03T11:25:21Z
dc.date.available 2021-12-03T11:25:21Z
dc.date.issued 2021-12-03
dc.identifier.uri http://hdl.handle.net/10900/121387
dc.identifier.uri http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1213871 de_DE
dc.identifier.uri http://dx.doi.org/10.15496/publikation-62754
dc.description.abstract Die Herzinsuffizienz ist eine Erkrankung mit wachsender Bedeutung in der Gesellschaft. Bei deren Pathogenese und Progression sind eine Vielzahl von Faktoren beteiligt, die bis heute nicht alle bekannt und untersucht sind. Dieser Umstand macht die Forschung in diesem Bereich notwendig, aber auch besonders interessant. In den vergangenen Jahren ist zunehmend eine mögliche Beteiligung des Immunsystems in den Fokus der aktuellen Forschung gerückt. Bisher wurde vor allem die Herzinsuffizienz nach ischämischer Herzmuskelschädigung untersucht. Wenig untersucht ist hingegen der Mechanismus, der zu einer Herzinsuffizienz als Folge von Volumenbelastung führt. In der vorliegenden Studie wurden Patienten untersucht, die eine interventionelle Rekonstruktion der Mitralklappe erhielten. Die Intervention führte durch die Reduktion der Mitralklappeninsuffizienz insgesamt zu einer verbesserten Hämodynamik und scheint sich so positiv auf die Herzstruktur und demzufolge auf die Pumpleistung des Herzens auszuwirken. Untersucht wurden bei 160 Patienten vor der Intervention 13 Chemokine mittels Immunoassay sowie bei 68 Patienten die dendritischen Zellen im Blut und deren Oberflächenrezeptoren anhand eines spezialisierten FACS-Protokolls. Dieselben Untersuchungen wurden bei einem Follow-up nach 6 Monaten wiederholt und zudem an einer Kontrollgruppe mit 40 Personen durchgeführt. Für die Chemokine MIP-1α, MIP-1β, IL-8, GROα, TARC, MIG, IP-10 und I-TAC zeigte sich hier in der Patientengruppe vor der Intervention, im Vergleich zum Zeitpunkt des Follow-up, eine erhöhte Konzentration im Blut. Für MCP-1, RANTES, TARC, IP-10, I-TAC, IL-8 waren in der Patientengruppe höhere Werte im Vergleich zur Kontrollgruppe zu beobachten. Ausgewertet wurde außerdem, ob Korrelationen mit klinischen Parametern bestehen. Für MIP-1α fand sich eine positive Korrelation mit der NYHA-Klasse, sowie für Konzentrationsänderung von MIP-1α eine positive Korrelation mit der Zeit bis zu einer erneuten Hospitalisation. Für IL-8 ließ sich ebenfalls eine positive Korrelation mit der NYHA-Klasse aufzeigen. Bei der Analyse der dendritischen Zellen ergaben sich insbesondere für die pDCs vor der Intervention signifikant niedrigere Anteile im Vergleich zum Follow-up. In der Kontrollgruppe lag der Anteil signifikant über dem der Patientengruppe vor der Intervention. Außerdem konnte eine erhöhte Expression von Oberflächenmarkern, welche vermehrt auf aktivierten Zellen zu finden sind, nachgewiesen werden. Wie schon in vielen vorangegangenen Studien gezeigt, sind inflammatorische Prozesse an der Genese und Progression der Herzinsuffizienz beteiligt. Die Ergebnisse der hier durchgeführten Untersuchungen legen nahe, dass Entzündungsreaktionen auch bei valvulär bedingter Herzinsuffizienz eine besondere Bedeutung haben. Die inflammatorischen Prozesse entstehen durch ein komplexes Zusammenspiel von Zellen und Botenstoffen. Es ist also denkbar, dass auch DCs bei Herzinsuffizienz aktiviert und durch Chemokine ins Herzmuskelgewebe rekrutiert werden; hierdurch kommt es zu einer verminderten Anzahl der DCs im peripheren Blut. Zudem scheinen die erhöht nachweisbaren Chemokine direkte Effekte auf Myokardzellen zu haben und tragen dadurch sehr wahrscheinlich zur Entzündungsreaktion und Schädigung des Myokards und somit zur Pathogenese der Herzinsuffizienz bei. Für den klinischen Alltag relevant ist außerdem, ob die untersuchten Parameter für die Diagnosestellung oder eine Prognoseabschätzung verwendet werden können. In Zusammenschau der präsentierten Ergebnisse kommen als mögliche prognostische Marker insbesondere die Chemokine MIP-1α und IL-8 in Frage, da hier eine Korrelation mit der NYHA-Klasse beobachtet werden konnte. Um dies zu verifizieren sind weitere Studien notwendig. de_DE
dc.language.iso de de_DE
dc.publisher Universität Tübingen de_DE
dc.rights ubt-podno de_DE
dc.rights.uri http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=de de_DE
dc.rights.uri http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=en en
dc.subject.classification Chemokine , Herzinsuffizienz , Entzündung , Mitralinsuffizienz de_DE
dc.subject.ddc 610 de_DE
dc.title Relevanz humaner Chemokine und zirkulierender dendritischer Zellen bei valvulär bedingter Herzinsuffizienz – MitraClip® als Interventionsmodell de_DE
dc.type Dissertation de_DE
dcterms.dateAccepted 2021-07-22
utue.publikation.fachbereich Medizin de_DE
utue.publikation.fakultaet 4 Medizinische Fakultät de_DE
utue.publikation.noppn yes de_DE

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