Maschinelle Gleitpfadherstellung bei komplexer Wurzelkanalanatomie - Eine In-vitro-Studie an 3D-gedruckten Zähnen

DSpace Repository


Dateien:

URI: http://hdl.handle.net/10900/119293
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1192932
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-60667
Dokumentart: PhDThesis
Date: 2021-10-01
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Zahnmedizin
Advisor: ElAyouti, Ashraf (PD Dr.)
Day of Oral Examination: 2021-08-02
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Endodontie , Wurzelkanalbehandlung
Other Keywords: Gleitpfad
License: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=en
Order a printed copy: Print-on-Demand
Show full item record

Inhaltszusammenfassung:

Zähne mit sehr komplexer Kanalanatomie, insbesondere Weisheitszähne, stel-len aufgrund ihrer anspruchsvoll zu erschließenden Wurzelkanäle in der Praxis eine Herausforderung bei der Wurzelkanalbehandlung dar. Häufig können sie bei endodontischen Problemen nicht erhalten werden und müssen extrahiert werden. Hinzukommt, dass es in der aktuellen Forschung keine Studien zu der Erschließung von Wurzelkanalkrümmungen von 70° - 180° gibt. Diese Studie hat sich eben mit dieser Lücke in der aktuellen Forschung beschäftigt. Die zent-ralen Fragestellungen dieser in-vitro-Studie an 3D-gedruckten Zähnen waren:  Kann das initiale manuelle Erschließen vor der maschinellen Erschließung von Wurzelkanälen dazu beitragen, dass komplexe Wurzelkanäle bei Erhalt der ursprünglichen Kanalanatomie häufiger erschlossen werden können?  Können bei sehr komplexer Kanalanatomie Wurzelkanäle durch die Verwen-dung maschineller Gleitpfadinstrumente bei Erhalt der Kanalanatomie häufi-ger erschlossen werden als durch maschinelle Aufbereitungsinstrumente?  Welches maschinelle Gleitpfad-/Aufbereitungsinstrument kann sehr komple-xe Wurzelkanäle bei Erhalt der Kanalanatomie am häufigsten erschließen? Als Nebenaspekte wurden der zeitliche Aufwand und die Arbeitssicherheit un-tersucht. Die Studie umfasste 3 Versuchsreihen (je Versuchsreihe n=180, ins-gesamt n=560), die sich durch verschiedene Grade der Komplexität der Ka-nalanatomie unterscheiden. Die untersuchten Wurzelkanäle dieser Studie wur-den aus 345 Micro-CTs von Weisheitszähnen ausgewählt. In jeder Versuchs-reihe wurden die verschiedenen Instrumente mit und ohne initiales manuelles Scouting getestet. Zur Auswertung wurde klinisch die Dentindicke im Bereich der Außenkurvatur bestimmt. Folgende Erkenntnisse konnten in dieser Studie gewonnen werden und erlauben, diese Rückschlüsse für die Erschließung sehr komplexer Wurzelkanäle in der Praxis zu ziehen:  Entgegen der weit verbreiteten Meinung führt das initiale manuelle Scouting zu keinem signifikanten Vorteil beim Erschließen der Wurzelkanäle, es kann darauf verzichtet werden.  Die Erschließung komplexer Wurzelkanäle sollte mit modernen maschinellen Gleitpfadinstrumenten erfolgen.  Von den getesteten maschinellen Gleitpfadinstrumente konnten die HyFlex EDM Glidepath File und die VDW.ROTATE 015 komplexe Wurzelkanäle bei Erhalt der Kanalanatomie zuverlässiger erschließen, wobei Frakturen der HyFlex EDM Glidepath File auftraten. Die Ergebnisse dieser Studie erlauben den Rückschluss, dass sehr komplexe Kanalanatomien, z.B. bei Weisheitszähnen, in Zukunft kein Ausschlusskriterium für eine Wuzelkanalbehandlung sein müssen und dass diese Zähne in Zukunft auch erhalten werden können.

This item appears in the following Collection(s)