Bestimmung der Blutspiegel von Wachstumshormon bei Frühgeborenen und jungen Reifgeborenen

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URI: http://hdl.handle.net/10900/117211
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1172119
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-58586
Dokumentart: Dissertation
Date: 2021-07-21
Source: Teile der Dissertation wurden in folgendem Paper veröffentlicht: BINDER, G., WEBER, K., RIEFLIN, N., STEINRUCK, L., BLUMENSTOCK, G., JANZEN, N., FRANZ, A. R. 2020. Diagnosis of severe growth hormone deficiency in the newborn. Clinical Endocrinology, 93(3), 305-311.
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Binder, Gerhard (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2021-02-03
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Other Keywords: Wachstumshormon
Wachtumshormonmangel
Hypopituitarismus
Neugeborene
rezidivierende Hypoglykämien
growth hormone deficiency
hypopituitarism
newborn
recurrent hypoglycaemia
growth hormone
License: Publishing license excluding print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Zielsetzung: Der schwere angeborene Wachstumshormonmangel kann zu rezidivierenden Hypoglykämien beim Neugeborenen führen. Eine frühe Diagnosestellung ist anzustreben. Die Zielsetzung dieser Arbeit stellte die Definition eines Referenzintervalls von Wachstumshormon (GH) bei gesunden Frühgeborenen mit einem Gestationsalter zwischen 34+0 Schwangerschaftswochen (SSW) und 36+6 SSW dar. Studienteilnehmer*innen und Messung der GH-Spiegel: Das Referenzintervall wurde anhand der einmaligen Messung der GH-Spiegel von 151 Frühgeborenen aus deren Neugeborenen-Screeningkarten erhoben. Zudem wurden die GH-Spiegel von 130 jungen Reifgeborenen (37+0 SSW bis 37+6 SSW) als Vergleichsgruppe bestimmt. Die quantitative Bestimmung des GH-Spiegels erfolgte mittels Enzymimmunoassay. Der verwendete Assay ist gegen den aktuellen rekombinanten Internationalen Standard 98/574 kalibriert, der eine biologische Aktivität von 3,0 IU/mg hat. Der Assay erfasst spezifisch die 22 kDa-GH-Isoform. Ergebnisse: Das 95% Referenzintervall der Frühgeborenen konnte ermittelt werden und liegt zwischen 7,6 ng/ml und 47,1 ng/ml bei einem Mittelwert von 21,1 ± 10,1 ng/ml. Die untere Grenze des Referenzintervalls liegt mit einer Differenz von 0,6 ng/ml nur unwesentlich höher als bei den Reifgeborenen einer Vergleichsstudie (7,0 ng/ml, Binder et al., 2010). Es zeigte sich keine signifikante Veränderung der GH-Spiegel abhängig von Geschlecht, maternalem Nikotinkonsum oder respiratorischem Stress. Es zeigte sich eine schwach negative Korrelation der GH-Spiegel zum Gestationsalter (r=-0,1709). Schlussfolgerungen: Die Bestimmung der GH-Spiegel aus der Neugeborenen-Screeningkarte stellt eine gute Möglichkeit dar, einen kongenitalen GH-Mangel bei klinischem Verdacht möglichst frühzeitig zu diagnostizieren und zu therapieren. Ein cut-off für Frühgeborene, bei dessen Unterschreitung die Diagnose eines kongenitalen GH-Mangels als gesichert gilt, wurde im Rahmen dieser Studie nicht bestimmt und stellt einen wünschenswerten nächsten Schritt dar. Aufgrund der äußerst ähnlichen unteren Grenzwerte des Referenzintervalls bei Früh- und Reifgeborenen kann der 2010 bei Reifgeborenen durch Binder et al. bestimmte cut-off von 7 ng/ml jedoch auch für Frühgeborene angenommen werden.

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