Retrospektive Datenanalyse der Geburtseinleitungen mittels Wehencocktail an der Universitäts-Frauenklinik Tübingen: Fördert der Einsatz des Wehencocktails als erste Einleitungsmaßnahme die spontane Geburt?

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dc.contributor.advisor Abele, Harald (Prof. Dr.)
dc.contributor.author Hoffmann, Dorothée Marie-Christine
dc.date.accessioned 2021-07-16T10:57:14Z
dc.date.available 2021-07-16T10:57:14Z
dc.date.issued 2021-07-16
dc.identifier.uri http://hdl.handle.net/10900/117132
dc.identifier.uri http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1171329 de_DE
dc.identifier.uri http://dx.doi.org/10.15496/publikation-58507
dc.description.abstract Der Wehencocktail ist eine der ältesten Methoden zur Geburtseinleitung, jedoch wenig standardisiert und als nicht-schulmedizinische Methode in Fachkreisen umstritten. Aus Sicht der Schwangeren und Hebammen wird diese Geburtseinleitungsmethode zur Förderung bzw. Nutzung des eigenen Wehenpotenzials gegenüber schulmedizinischen Methoden präferiert. Ziel dieser Arbeit war es zu untersuchen, ob der Einsatz des Wehencocktails an einem für ein universitäres Perinatalzentrum typischen Patientenkollektiv mit einer höheren Rate an Spontangeburten bei gleichzeitiger Sicherheit im Vergleich zu anderen konventionellen und zugelassenen Einleitungsmethoden einhergeht. Hierzu wurden retrospektiv die Datensätze aller Patientinnen ausgewertet, die nach Geburtseinleitung und bei Vorliegen einer intakten Einlingsgravidität an der UFK Tübingen im Zeitraum von 01/2017-06/2018 entbunden hatten. In diesem Kollektiv fanden sich 824 Patientinnen, die im ersten Einleitungsversuch einen Wehencocktail und 191 Patientinnen, die eine konventionelle Einleitung erhielten. Es erfolgte eine Gegenüberstellung mittels uni- und multivariaten Analysemethoden. Das Ergebnis der Analyse ist, dass der Wehencocktail im ersten Einleitungsversuch ab 38+0 SSW eine für Mutter und Kind sichere Methode der Geburtseinleitung im Vergleich zu konventionellen Einleitungsmethoden darstellt. Es besteht unabhängig von Alter, BMI und Parität der Mutter, unabhängig von Risikofaktoren wie einer Sectio caesarea oder maternalen Erkrankungen in der Anamnese, unabhängig der Einleitungsindikation, unabhängig von Bishop-Score sowie der Anzahl der Wehen im letzten CTG vor Einleitung kein Unterschied im Auftreten von fetalen und maternalen Komplikationen. Die univariate Analyse zeigt nach Einleitung mittels Wehencocktail signifikant häufiger den Einsatz weiterer Einleitungsmaßnahmen und ein signifikant längeres Einleitungs-Geburts-Intervall als nach Einleitung mit schulmedizinischen Methoden. Entsprechend der multivariaten Analyse erhöht der Wehencocktail bei Erstgebärenden die Chance auf eine spontane Geburt. Eine generelle Aussage darüber, dass der Wehencocktail die spontane Geburt fördert, kann nicht getroffen werden. Die Ergebnisse der Datenanalyse unterstreichen jedoch die Annahme, dass der Wehencocktail nach ausführlicher Aufklärung der Patientin (Risiken und Alternativen, Off-label use) im stationären und überwachten Setting angewendet werden kann und seinen Stellenwert im Kontext der verschiedenen Methoden zur Geburtseinleitung besitzt. de_DE
dc.language.iso de de_DE
dc.publisher Universität Tübingen de_DE
dc.rights ubt-podok de_DE
dc.rights.uri http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=de de_DE
dc.rights.uri http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=en en
dc.subject.classification Geburtseinleitung , Geburtshilfe de_DE
dc.subject.ddc 610 de_DE
dc.subject.other Wehencocktail de_DE
dc.subject.other induction of labour en
dc.subject.other Rizinusöl de_DE
dc.subject.other Castor oil en
dc.title Retrospektive Datenanalyse der Geburtseinleitungen mittels Wehencocktail an der Universitäts-Frauenklinik Tübingen: Fördert der Einsatz des Wehencocktails als erste Einleitungsmaßnahme die spontane Geburt? de_DE
dc.type Dissertation de_DE
dcterms.dateAccepted 2021-05-28
utue.publikation.fachbereich Medizin de_DE
utue.publikation.fakultaet 4 Medizinische Fakultät de_DE
utue.publikation.noppn yes de_DE

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