Vergleich von Sicherheit und periproceduralen Komplikationen der transfemoralen Aortenklappenimplantation in lokaler Anästhesie bei Durchführung durch erweitertes vs. minimales Herzteam

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URI: http://hdl.handle.net/10900/116987
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1169875
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-58362
Dokumentart: Dissertation
Date: 2021-07-08
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Geisler, Tobias (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2021-05-20
DDC Classifikation: 500 - Natural sciences and mathematics
610 - Medicine and health
License: Publishing license including print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Ziel der Dissertation und Inhalt der dazu durchgeführten retrospektiven Studie war es, die peri- und postproceduralen Komplikationen und die Patientensicherheit bei transfemoralem Aortenklappenersatz (TAVI) in lokaler Anästhesie zu evaluieren, wenn dieser entweder durch ein minimales oder ein erweitertes Herzteam (HT) durchgeführt wird. Im August 2015 traten in Deutschland die vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) beschlossenen neuen Richtlinien in Kraft, die TAVI Eingriffe technisch-strukturell und personell genau definierten. Bis dahin wurden im Universitätsklinikum Tübingen TAVI unter lokaler Anästhesie von einem minimalen Herzteam, bestehend aus zwei interventionellen Kardiologen, zwei Herzkatheter-Pflegefachkräften und einem Echokardiographen durchgeführt. Ab August 2015 bestand das so genannte erweiterte Herzteam entsprechend der Richtlinie aus zwei interventionellen Kardiologen, zwei Herzkatheter-Pflegefachkräften, einem Echokardiographen, einem Herzchirurgen, einer operationstechnischen Pflegefachkraft, einem Anästhesisten, einer anästhesietechnischen Pflegefachkraft und einem Kardiotechniker. 292 (55,1%) Patienten wurden im Zeitraum Februar 2014 bis Mai 2017 vom minimalen Herzteam behandelt, 233 (44,9%) Patienten wurden vom erweiterten Herzteam behandelt. Beide Gruppen waren bezogen auf die Ausgangsmerkmale/Baseline Charakteristik vergleichbar und wiesen ein hohes perioperatives Risiko auf (log. EuroScore-1 20% vs. 18%, P=0,1, min. vs. erw. HT). Es zeigten sich keine signifikanten Unterschiede bei den definierten Endpunkten „Tod während des TAVI Eingriffs“ (0,3% vs. 0,4%, P=1), „Tod während des Krankenhausaufenthaltes“ (4,8% vs. 5,0%, P=0,9), „Wechsel zur offenen Herz-OP“ (0,3% vs. 0,8%, P=0,59), „Große operationsbedürftige Gefäßverletzungen“ (1,4% vs. 3,4%, P=0,13), „Periprocedurale Todesfälle gemäß VARC-2 Kriterien“ (1,4% vs. 1,3%, P=1) und „TAVI Erfolg gemäß VARC-2 Kriterien“ (95,2% vs. 94,1%, P=0,58). Gemessen an den Ergebnissen dieser Dissertation können TAVI Eingriffe in lokaler Anästhesie sicher durch ein minimales Herzteam durchgeführt werden. Es konnten keine Unterschiede zwischen den beiden Herzteams bezüglich der Komplikations- und Mortalitätsraten peri- und postprocedural und damit in Bezug auf die Patientensicherheit gezeigt werden.

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