Einfluss von genetischen Varianten im platelet endothelial aggregation receptor 1 - Gen auf die Prognose und Thrombozytenfunktion bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung

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URI: http://hdl.handle.net/10900/111348
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1113482
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-52724
Dokumentart: Dissertation
Date: 2021-01-12
Source: Frontiers in Pharmacology, Band 9, 2018, 490
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Zahnmedizin
Advisor: Geisler, Tobias (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2020-12-10
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Herzkrankheit , Thrombozyt
Other Keywords: Koronare Herzerkrankung
Thrombozyten
pear1
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Inhaltszusammenfassung:

Bei der Behandlung der koronaren Herzkrankheit konnten mit Stentimplantation und der dualen antithrombozytären Therapie mit Clopidogrel und ASS deutliche Fortschritte erzielt werden. Dennoch gibt es erhebliche Unterschiede bezüglich des Auftretens von kardiovaskulären Ereignissen nach PCI. Aus vorherigen Studien ging hervor, dass PEAR1 SNPs mit der Thrombozytenfunktion assoziiert sind. In der vorliegenden Studie wurden die PEAR1 SNPs rs12566888, rs2768759, rs41273215, rs3737224 und rs822442 bei 582 Patienten mit stabiler koronarer Herzerkrankung oder akutem Koronarsyndrom, behandelt mit PCI und dualer antithrombozytärer Therapie, untersucht. Über einen Zeitraum von 365 Tagen nach initialer PCI wurde ein Follow-up durchgeführt, wobei der primäre Endpunkt, definiert war als kombinierter Endpunkt bestehend aus Tod, Myokardinfarkt oder ischämischem Schlaganfall. Als sekundäre Endpunkte, wurden Tod, Myokardinfarkt oder ischämischer Schlaganfall beobachtet. Außerdem wurden Thrombozytenfunktionsanalysen mittels Impedanzaggregometrie durchgeführt und auf Zusammenhänge mit den verschiedenen PEAR1 SNPs untersucht. Cox Regressionsanalysen ergaben bei homozygoten PEAR1 rs2768759 Minorallelträgern ein signifikant höheres Risiko für das Auftreten eines primären Endpunktes (HR=3,16, 95% Konfidenzintervall: 1,4-7,13, p=0,006). Geschlechterspezifische Untersuchungen ergaben eine geringfügig signifikante Assoziation bei männlichen PEAR1 rs12566888 Minorallelträgern mit dem primären Endpunkt (hazard ratio, 2.12; 95% confidence interval, 1.02–4.43, p = 0.045; n = 425). Des Weiteren konnte festgestellt werden, dass PEAR1 rs2768759 Träger ein signifikant höheres Risiko hatten einen der folgenden sekundären Endpunkte zu erreichen: Myokardinfarkt (p = 0.013), sowie erhöhte Sterblichkeitsrate (p = 0.051). Bei PEAR1 rs41273215 Minorallelträgern wurde eine geringere durch TRAP initiierte Thrombozytenaggregation festgestellt (75), als bei homozygoten Majorallelträgern (83, p= 0.0094). In der vorliegenden Studie wurden erstmals die Auswirkungen ausgewählter PEAR1 SNPs auf das klinische Outcome bei kardiovaskulären Patienten mit stabiler KHK oder ACS, bei denen eine PCI durchgeführt wurde und die mit einer dualen antithrombozytären Therapie behandelt wurden, untersucht.

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