Risiko-Stratifizierung nach Myokardinfarkt anhand der autonomen Funktion des Herzens: eine prospektive Validierungsstudie mit Hilfe der Kurzzeit-Dezelerationskapazität und Periodic Repolarization Dynamics

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URI: http://hdl.handle.net/10900/110599
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1105996
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-51975
Dokumentart: Dissertation
Date: 2020-12-14
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Bauer, Axel (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2020-11-18
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Herzinfarkt
Other Keywords: Dezelerationskapazität
Periodic Repolarization Dynamics
Risiko-Stratifizierung
Myokardinfarkt
License: Publishing license excluding print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Kardiovaskuläre Erkrankungen sind eine häufige Todesursache. Daher ist es von enormer Wichtigkeit, dass ärztliches Personal und Pflegepersonal in kurzer Zeit und ohne großen Aufwand eine sichere Einschätzung bezüglich des Mortalitätsrisikos bei Patienten nach durchgemachtem Myokardinfarkt erhalten. Nichtinvasive Untersuchungen, welche mit erhöhter Patienten-Compliance und einer Erleichterung der Praktikabilität einhergehen, bestimmen im Wesentlichen den Anspruch an neue Methoden der kardialen Risikobewertung. Die Dezelerationskapazität des Herzens (DC) und die Periodic Repolarization Dynamics (PRD) sind zwei neue, aussagekräftige und unabhängige Prädiktoren der Gesamtmortalität nach einem stattgefundenen Myokardinfarkt. Die Dezelerationskapazität ist ein Parameter der Herzfrequenzvariabilität, der vagale Vorgänge erfasst. Die Periodic Repolarization Dynamics beschreibt ein neueres elektrokardiographisches Phänomen, welches niederfrequente Modulationen der kardialen Repolarisation erfasst. Beide Parameter können vollautomatisiert aus routinemäßigen EKG-Aufzeichnungen und auch bei höherer Belastung durch Artefakte ermittelt werden. Die prognostische Wertigkeit der DC und die der PRD sind zusätzlich einsetzbare Werte zu den prognostischen Werten der derzeit bekannten und etablierten Risikomarkern (einschließlich der linksventrikulären Auswurffraktion und des GRACE-Scores). Somit könnte der Einsatz dieser beiden Parameter in der kardialen Diagnostik bzw. bei der Einschätzung von kardialen Risikopatienten zur Verbesserung beitragen und Hochrisikopatienten könnten so in Zukunft frühzeitig erkannt und vorbeugend behandelt werden.

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