Kombination von Disinhibierungsprotokollen zur Erhöhung der kortikospinalen Erregbarkeit

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URI: http://hdl.handle.net/10900/97544
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-975440
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-38927
Dokumentart: Dissertation
Date: 2020-02-03
Source: teile erschienen in: Brain Stimulation, Volume 12, Ausgabe 4, Juli 2019, S. 1027-1040
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Zahnmedizin
Advisor: Gharabaghi, Alireza (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2020-01-08
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Motorischer Cortex , Elektrostimulation , Transkranielle magnetische Stimulation , Enthemmung , Neuromuskuläre Erregbarkeit
Other Keywords: Disinhibition
Motor Kortex
Transkranielle Magnet Stimulation
Electrical stimulation
Disinhibition
Motor evoked potential
Motor imagery
Transcranial magnetic stimulation
Motor cortex
License: Publishing license excluding print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Während der Vorstellung einer Bewegung (motor imagery, MI) erhöht sich die kortikospinale Erregbarkeit, d.h. die Muskelantwort nach einem externen Impuls über dem korrespondierenden motorischen Kortex. Diese erhöhte Erregbarkeit hält jedoch nicht nach der Bewegungsvorstellung an. In der vorliegenden Studie wurde MI mit transkranieller magnetischer Stimulation (TMS) des korrespondierenden motorischen Hirnareals kombiniert. Hierbei wurde ein spezielles Stimulationsmuster eingesetzt: Ein repetitives, disinhibierendes TMS-Protokoll (DIS) mit gepaarten Pulsen, die für jeden Probanden individuell angepasst wurden, um bestimmte Neuronen- Verbindungen zu aktivieren (short-interval intra-cortical facilitation, SICF) und andere zu disinhibieren (late cortical disinhibition, LCD). Insgesamt wurden bei 15 gesunde Probanden in randomisierter Reihenfolge vier verschiedene Interventionen an unterschiedlichen Tagen durchgeführt: Bewegungsvorstellung einer Handöffnung (MI), TMS über dem kortikalen Handareal (DIS) und zwei kombinierten MI/DIS-Interventionen mit einer unterschiedlichen Anzahl an Impulsen (48 vs. 480). Lediglich die beiden MI/DIS- Konditionen führten zu einer Erhöhung der kortikospinalen Erregbarkeit nach der Intervention, wobei die höhere Interventionsdosis anhaltende Effekte zeigte. Diese plastischen Effekte traten auf, ohne dass die Probanden aktive Bewegungen durchführen mussten. Deswegen sollte in zukünftigen Studien untersucht werden, ob diese Interventionsart auch als Therapie für Patienten in Frage kommt, bei denen aktive Bewegungen nicht mehr möglich sind, z.B. bei Schlaganfall-Patienten mit einer Lähmung der Hand.

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