Ergebnisse der Minimal invasiven perkutanen Nephrolitholapaxie (Mini-PCNL) - Eine retrospektive klinische Untersuchung von n= 970 Patienten

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URI: http://hdl.handle.net/10900/97302
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-973026
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-38685
Dokumentart: Dissertation
Date: 2020-01-27
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Lahme, Sven (Prof. Dr. med.)
Day of Oral Examination: 2019-12-04
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Nierenstein
Other Keywords: Mini-PCNL
License: Publishing license excluding print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Die vorliegende Arbeit untersucht von 2004 bis 2014 retrospektiv 970 Fälle nach einer Mini-PCNL Behandlung. Davon sind 570 (58,76%) männlichen und 400 (41,24%) weiblichen Geschlechts. Das Durchschnittsalter liegt bei 55,27 (Spannweite 6 – 89) Jahren. Die Indikation zur Mini-PCNL wird bei Steinen ab 10 mm² oder nach erfolgloser Behandlung eines Divertikelsteines mit URS bzw. ESWL gestellt. Mit der Einführung der perkutanen Steintherapie in den 70-er Jahren und der Weiterentwicklung durch die Miniaturisierung des Instrumentes (Mini-PCNL) seit 2001 hat sich die Therapie grundlegend verändert. Dieser Trend hat sich über die Jahre bewährt und wächst mit breiter werdender Akzeptanz. Die Be-handlungszahlen waren im zeitlichen Verlauf eindeutig zunehmend. Im Be-obachtungszeitraum wurde insgesamt Steinfreiheit bei 948 Patienten (97,7%) erzielt. Bemerkenswert ist, dass bei 741 Patienten (76,4%) nach einmaliger Sitzung Steinfreiheit hergestellt wurde. Wiederholungseingriffe wurden bei 215 (22,2%) Patienten durchgeführt, dabei wurde Steinfreiheit bei 207 Patienten erreicht. Die durchschnittliche Krankenhausverweildauer lag bei 9,43 Tagen. Im untersuchten Zeitraum ließ sich zunehmend ein Trend zur kürzeren Verweil-dauer feststellen. Auch bei Multitrakt Mini-PCNL lag der Aufenthalt bei 13,2 Ta-gen. Hinsichtlich der Steinfreiheit und Komplikationen bei anatomischen Anomalien der Niere waren keine wesentlichen Unterschiede zur normalen Anatomie erkennbar. Auch bei der Anwendung der Multitrakt Mini-PCNL bei n=16 waren keine Major-Komplikationen zu verzeichnen. Die gesamten Ergebnisse sind mit ähnlichen Publikationen vergleichbar. Mit der Anwendung der Mini-PCNL wurde bei geringer Komplikationsrate und hoher Steinfreiheitsrate, unabhängig von der Steingröße, eine effiziente und sichere Behandlungsmodalität eingeführt. Diese Methode bietet zusätzlich eine kürzere Operationszeit und zeigt keine Einschränkungen bei Steinen >5cm² sowie bei besonderer anatomischer Konstellation des oberen Harntraktes. Zweck der Durchführung der Mini-PCNL ist die vollständige Steinfreiheit mit geringer Rate an Wiederholungseingriffen zu erreichen. Aufgrund der nicht zu unterschätzenden möglichen Komplikationen ist der Einsatz der Methode nur von erfahrenen Operateuren vorzunehmen.

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