Vergleich von autodidaktischen Lehrmethoden für laparoskopische Fertigkeiten prospektiv randomisierte Probandenstudie

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URI: http://hdl.handle.net/10900/93917
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-939175
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-35301
Dokumentart: Dissertation
Date: 2019-10-25
Source: BMC Medical Education 18, Artikelnummer 85,2018
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Kirschniak, Andreas (PD Dr.)
Day of Oral Examination: 2019-10-09
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Minimal-invasive Chirurgie
Other Keywords: Endoskopie
Lehrstudie
Laparoskopischer Knoten
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Inhaltszusammenfassung:

Zusammenfassung Dissertation von Carolin Ehrenberg Titel: Vergleich von autodidaktischen Lehrmethoden für laparoskopische Fertigkeiten prospektiv randomisierte Probandenstudie In der chirurgischen Aus- und Weiterbildung existieren zahlreiche Lehrformate, mit deren Hilfe die verschiedenen chirurgischen Fertigkeiten erlernt werden können. Dabei bedient sich die Chirurgie aller gängigen Formate, angefangen vom Frontalunterricht in Video-Tutorials und Vorlesungen bis hin zu spezifischen Kursen in chirurgischen Trainingszentren. Diesbezüglich machen es vor allem die schnellen Entwicklungen im Bereich der minimalinvasiven Chirurgie notwendig, neue Lehrformate zu entwickeln, vor allem, wenn neben den Assistenzärzten in der Facharztweiterbildung auch der chirurgische Nachwuchs angesprochen werden soll. Hierfür bedarf es entsprechender Angebote für Medizinstudenten. Um nicht erst in den fortgeschrittenen klinischen Semestern das Interesse der Studenten für die chirurgischen Fächer zu wecken, werden Lehrformate benötigt, mit denen bereits chirurgische Kurse für interessierte Studenten mit geringer oder fehlender klinischer Erfahrung angeboten werden können. Um passsende Kurskonzepte zu entwickeln, müssen verschiedene Einflussfaktoren des Lernerfolgs berücksichtigt werden, insbesondere, da ein ausbleibender Lernerfolg das Interesse des Kursteilnehmers am chirurgischen Fach bzw. der präsentierten chirurgischen Fertigkeit schmälern kann. Unter anderem vor diesem Hintergrund wurden in der hier vorgestellten Untersuchung zwei Lehrformate verglichen, die dem Erlernen der laparoskopischen Knotentechnik bei unerfahrenen Studierenden der Vorklinik dienen sollten. Verglichen wurden die Ergebnisse zweier verschiedener Lehrformate einer Probandengruppe, die sich aus Nichtmedizinstudierenden und aus Studierenden der Medizintechnik (Grundlagenstudium) zusammensetzte. Als Lehrformate wurden ein videobasiertes und ein buchbasiertes Training genutzt. Beiden Lehrformaten gingen die Präsentation eines Video-Tutorials des Chirurgischen Trainingszentrums Tübingen vor dem Untersuchungstag sowie eine Videoanleitung am Untersuchungstag voraus. In den Ergebnissen konnte ein Unterschied beider Lehrformate in Bezug auf den Zeitfaktor nachgewiesen werden. Zudem zeigte sich ein signifikanter Unterschied in der Durchschnittszeit, die zur Umsetzung eines Knotens benötigt wurde. Quantitativ waren die Ergebnisse des buchbasierten Lehrformats in allen Werten besser. Die Ursache kann darin gesehen werden, dass es den Probanden durch das Buch möglich war, bei Problemen sofort die jeweilige Abbildung aufzuschlagen und diese so lange zu betrachten, wie es nötig war. Demgegenüber lief das präsentierte Video in Dauerschleife, wodurch die Probanden den Durchlauf des Videos abwarten mussten, um eine bestimmte Präsentation im Video nochmals zu sehen. Inwieweit demografische Faktoren Einfluss auf den Lernerfolg haben, sollte in späteren Studien an größeren Studienkollektiven reevaluiert werden. Ein signifikanter Einfluss eines Faktors fand sich in den Untersuchungsergebnissen nicht, obgleich sich für die einzelnen Faktoren wie beispielsweise für die Händigkeit Trends zeigten. Letztlich ist es notwendig, das Lehrformat an die Zielgruppe anzupassen, was auch für die Vermittlung minimalinvasiver Grundlagen wie der laparoskopischen Knotentechniken in frühen Fachsemestern gilt.

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