Polymethylmethacrylat aus dem Pulver-Flüssigkeits-Verfahren als Bondinginterface in der digitalen Prothesenherstellung: Haftverbund zu industriellen Prothesenzähnen und industriellem Polymethylmethacrylat für CAD/CAM-gefertigte Prothesenbasen

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URI: http://hdl.handle.net/10900/92661
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-926612
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-34042
Dokumentart: Dissertation
Date: 2019-09-11
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Zahnmedizin
Advisor: Geis-Gerstorfer, Jürgen (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2019-07-22
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Polymethylmethacrylate , Debonding , Methacrylsäuremethylester
Other Keywords: Haftverbund
digitale Zahnprothesen
Plasma
Sandstrahlung
Oberflächenkonditionierung
Totalprothese
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Inhaltszusammenfassung:

Die Fragestellung dieser Studie war, ob die Oberflächenkonditionierung des PMMAProthesenzahns bzw. der CAD/CAM-gefrästen PMMA-Prothesenbasis einen Einfluss auf den Haftverbund zum Autopolymerisat hat. Hauptgruppe (HG) A stellte die Verbundfläche zwischen PMMA-Prothesenzahn (Mondial 6 R483, Heraeus Kulzer GmbH, Hanau, Deutschland) und Autopolymerisat (megaCRYL N, Megadental, Büdingen, Deutschland), HG B die Verbundfläche zwischen Autopolymerisat und CAD/CAM-gefräster PMMA-Prothesenbasis (Pink Blank U, anaxDENT GmbH, Stuttgart, Deutschland) dar. Beide Hauptgruppen wurden in 5 Untergruppen (UG) à 12 Proben unterteilt, deren Oberflächen unterschiedlich konditioniert wurden: A1/B1 = unbehandelte Kontrollgruppe, A2/B2 = MMAVorbehandlung, A3/B3 = sandgestrahlte Oberfläche, A4/B4 = O2-Plasmabehandlung, A5/B5 = N2-Plasmabehandlung. Es wurden sowohl REM-Bilder als auch Perthometermessungen von behandelten Oberflächen ausgewertet. Thermolastwechsel (5.000 Zyklen, 5 - 55 °C) simulierten die künstliche Alterung der Probekörper, ehe deren Haftverbundwerte in einer Universalprüfmaschine (Z010, Zwick GmbH + Co. KG, Ulm, Deutschland) getestet wurden. Die statistische Auswertung erfolgte mit einer einfaktoriellen Varianzanalyse (ANOVA) und dem Tukey-Kramer post-hoc Test. Die Ergebnisse der HG A zeigen, dass der Haftverbund durch die MMA- (A2: 16,62 MPa, ± 1,52) bzw. O2-Plasmavorbehandlung (A4: 15,53 MPa, ± 3,04) der Prothesenzahnoberfläche, im Vergleich zur unbehandelten Kontrollgruppe (A1: 11,59 MPa, ± 3,49), statistisch signifikant verbessert werden kann. Hingegen führten die Methoden der UG A3 (13,33 MPa, ± 1,99) und A5 (9,12 MPa, ± 1,69) zu keiner statistisch signifikanten Beeinflussung des Haftverbundes. Die Ergebnisse der HG B zeigen, dass keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen dem Haftverbund der UG B1 (15,04 MPa, ± 2,05), B2 (14,46 MPa, ± 1,59), B3 (14,44 MPa, ± 1,07), B4 (12,14 MPa, ± 3,92) besteht. Lediglich die UG B5 (4,93 MPa, ± 3,28) weist statistisch signifikant schlechtere Haftverbundwerte auf. Der Vergleich der Kontrollgruppen lässt den Schluss zu, dass die Verbundfläche zwischen Prothesenzahn und Autopolymerisat die Schwachstelle des Gesamtverbundes darstellt. Diese Verbundfläche kann durch die Vorbehandlung mit MMA oder O2-Plasma qualitativ verbessert werden. Der Haftverbund zwischen CAD/CAM-gefräster Prothesenbasis und Autopolymerisat konnte durch keine beschriebene Oberflächenbehandlung verbessert werden. Eine N2-Plasmabehandlung schwächte diesen sogar.

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