Stellenwert der Wächterlymphknotenbiopsie bei kutanem Plattenepithelkarzinom

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URI: http://hdl.handle.net/10900/92573
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-925733
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-33954
Dokumentart: Dissertation
Date: 2019-09-10
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Häfner, Hans-Martin (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2019-08-06
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Dermatologie , Plattenepithelcarcinom , Sentinel-Lymphknoten
License: Publishing license excluding print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Kutane Plattenepithelkarzinome zählen zu den häufigsten Hauttumoren. Als primär lymphogen metastasierender Tumor besteht die Möglichkeit einer Wächterlymph-knotenbiopsie, wofür der Wächterlymphknoten zunächst mittels radioaktivem Technetium-99 markiert und anschließend exstirpiert wird. Die vorliegenden Arbeit hatte zum Ziel, die Bedeutung der Wächterlymphknotenbiopsie bezüglich Lymphknoten-Status und Überleben zu untersuchen. Dafür wurden die untersuchten Patienten in eine Interventionsgruppe mit Durchführung der Wächterlymphknoten-biopsie sowie eine Observationsgruppe mit ausschließlich klinischer und sono-graphischer Kontrolle unterteilt. Es konnten 720 Patienten mit einem kutanen Plattenepithelkarzinom von mindestens fünf Millimetern Tumordicke untersucht werden. Die Wächterlymphknotengruppe umfasste 150 Patienten, die Observations-gruppe 570 Patienten. Es fand sich eine signifikant höhere durchschnittliche Tumordicke in der Wächterlymphknotengruppe (p = 0,001). Es zeigte sich bei 11,11% der Patienten eine Metastasierung des Primärtumors in lokoregionäre Lymphknoten, wobei sich der Anteil an Patienten mit lokoregionärer Metastasierung nicht zwischen den Gruppen unterschied (11,9% in der Wächterlymphknotengruppe und 11,4% in der Observationsgruppe; p=0,873). Bei vier Patienten (3,96%) fanden sich Lymphknotenmetastasen im Wächterlymphknoten. Davon wurde bei drei eine Lymphknotendissektion und bei einem Patienten eine Bestrahlung des Lymphknotenbettes durchgeführt. Bei zwei Patienten mit initial unauffälliger Wächterlymphknotenbiopsie wurde eine komplettierende Lymphknotendissektion aufgrund von Lymphknotenmetastasen im Verlauf durchgeführt. Eine Fernmetastasierung trat bei 1,58% der Patienten in der Wächterlymphknotengruppe und 1,75% der Patienten in der Observationsgruppe auf (p=0,898). Lokalrezidive waren in der Wächterlymphknotengruppe häufiger (p = 0,003), wobei sich der Zeitraum bis zum Auftreten eines Lokalrezidives nicht unterschied. Es verstarben in der Wächterlymphknotengruppe mehr Patienten (7,14%) als in der Observationsgruppe (4,74%) in Folge der Tumorerkrankung (p = 0,269). Die Detektierbarkeit des Wächterlymphknotens kann im Kopf-Hals-Gesichtsbereich komplex und durch Voroperationen verändert sein. In der vorliegenden Arbeit zeigt sich kein Vorteil für weitere Metastasierung oder tumorspezifischem Gesamtüberleben nach Wächterlymphknotenbiopsie.

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