Rezidivanalyse von Patienten mit Kopf-Hals-Plattenepithelkarzinom nach adjuvanter intensitätsmodulierter Radiochemotherapie

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URI: http://hdl.handle.net/10900/91205
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-912050
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-32586
Dokumentart: Dissertation
Date: 2019-07-29
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Zips, Daniel (Prof. Dr. med.)
Day of Oral Examination: 2019-06-27
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Plattenepithelcarcinom , Strahlentherapie , Chemotherapie , Rezidiv
Other Keywords: IMRT
Plattenepithelkarzinom des Kopf-Hals-Bereichs
EUD
Radiotherapy
HNSCC
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Inhaltszusammenfassung:

Hintergrund: Die intensitätsmodulierte Radiotherapie hat sich bei der Behandlung von Kopf-Hals-Tumoren gegenüber der konformalen Radiotherapie in den vergangenen Jahren durchgesetzt. Trotz erwiesener Vorteile gegenüber der 3D-CRT, muss beachtet werden, dass das Risiko einer Bestrahlungsunterdosierung von malignem Gewebe bei der intensitätsmodulierten Radiotherapie höher eingestuft werden muss. Die Notwendigkeit für ein präziseres Vorgehen bei der Konturierung von Zielvolumina und Risikoorganen und der damit verbundenen inhomogenen Dosisverteilung, birgt die Gefahr einer Unterdosierung des zu bestrahlenden Areals und in der Folge die Entstehung von lokalen Rezidiven. Material und Methode: Untersucht wurde ein Kollektiv von 128 Patienten, die im Zeitraum von 2008 bis 2012 in der Universitätsklinik für Radioonkologie Tübingen wegen eines Plattenepithelkarzinoms der Mundhöhle, des Oro- oder Hypopharynx oder des Larynx mit einer adjuvanten IMRT behandelt wurden. Diese Analyse sollte primär klären, wie viele lokoregionäre oder lokale Rezidive nach der adjuvanten Radio- oder Radiochemotherapie aufgetreten sind und wo diese Tumoren in Bezug auf das Bestrahlungsfeld liegen, damit eine Aussage über die lokale Kontrolle und somit über die korrekte Planung und Durchführung der angewandten Therapie getroffen werden kann. Hierbei wurde Insbesondere die EUD-basierte Zielvolumenbeschreibung berücksichtigt. Ebenfalls mitberücksichtigt wurde das Auftreten von Fern- und Lymphknotenmetastasen, welches Aufschluss über das krankheitsfreie Überleben liefern sollte. Ergebnisse: Von insgesamt 128 Patienten entstanden bei 6 Patienten Lokalrezidive. Bei 2 Patienten entstanden lokoregionäre Rezidive. Gemäß der gewählten Lageeinteilung der Rezidive in Bezug auf das Hochdosiszielvolumen wurden innerhalb der Gruppe der Rezidive 4 Marginal-Rezidive, 3 Infield-Rezidive und 1 Outfield-Rezidiv identifiziert. Das geschätzte 2-Jahres-Gesamtüberleben des Kollektivs betrug 79 %, die geschätzte 2-Jahres-Überlebensrate für das krankheitsfreie Überleben betrug 87 % und für die lokale Kontrolle 97 %. Fazit: Die Analyse der EUD-basierten IMRT-Optimierung lieferte keinen Anhalt für eine systematische Unterdosierung. Bezüglich der Lokalisation der aufgetretenen Rezidive (Infield, Outfield, Marginal) ließ sich weder ein eindeutiges Profil identifizieren, noch bestand eine evidente Assoziation der Rezidivlokalisation zur Bestrahlungsdosierung oder zu anderen Parametern.

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