Die Auswirkung der akustischen Stimulation langsamer EEG-Oszillationen im Tiefschlaf auf die Glukosehomöostase und den Energiehaushalt

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URI: http://hdl.handle.net/10900/90906
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-909064
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-32287
Dokumentart: Dissertation
Date: 2019-07-18
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Zahnmedizin
Advisor: Hallschmid, Manfred (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2019-06-25
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Schlaf
License: Publishing license excluding print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Die Schlafqualität steht in engem Zusammenhang mit metabolischen Funktionen. In dieser Studie wurde die Relevanz der langsam oszillierenden Deltawellen im Tiefschlaf für die Glukosehomöostase sowie den Energiehaushalt an jungen, gesunden Erwachsenen mit normalem Schlafverhalten untersucht. Der Versuch umfasste zwei Bedingungen, die je eine Versuchsnacht mit darauffolgendem Morgen in Anspruch nahmen. Eine Bedingung diente zur Kontrolle und umfasste eine unbeeinflusste Nacht mit normalem Schlaf. In der zweiten Bedingung wurden die Deltawellen des Tiefschlafes durch auditorische Stimulation nach dem Regelkreis-Prinzip intensiviert, sodass diese länger anhielten und stärkere Amplituden aufwiesen. Die Versuchsnächte wurden im einfach- bzw. doppel-blinden within-subject-Design in randomisierter Reihenfolge durchgeführt. Die Glukosehomöostase und die Insulinsensitivität, gemessen durch einen OGTT am Morgen, blieben trotz intensivierten Tiefschlafs (10% Powersteigerung im SO-Frequenzband) bei gleicher Schlafdauer und Schlafarchitektur unverändert. Auch der Energieumsatz, gemessen durch indirekte Kalorimetrie am Morgen, wurde durch die Stimulation nicht verändert. Die Energieaufnahme während eines Testfrühstücksbuffets war nicht reduziert. Die Aufnahme von Kohlenhydraten und Proteinen war am Morgen nach der Stimulation tendenziell sogar erhöht. Bei den hier untersuchten jungen, gesunden Probanden ist von einer guten Glukose- und Energiehomöostase auszugehen, sodass eine Verbesserung derselben durch subtile Interventionen wie die hier angewandte nur schwer erreichbar sein mag. Vielmehr scheint im gesunden Organismus die Balance zwischen Tiefschlaf und Glukosestoffwechsel bereits optimal zu sein. Es bleibt zu untersuchen, ob durch eine länger anhaltende Intensivierung der Deltawellen, z.B. über mehrere Nächte, metabolische Effekte bei gesunden Probanden ausgelöst werden können. Darüber hinaus stellt sich die Frage, ob der Körper eines erkrankten, sehr alten oder an Schlafstörungen leidenden Menschen nach Stimulation der langsamen Oszillationen im Tiefschlaf eine Verbesserung der Insulinsensitivität und des Energiehaushaltes erfahren würde.

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