Einfluss der periprozeduralen Gabe von Cangrelor auf die Plättchenfunktion bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom

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URI: http://hdl.handle.net/10900/90335
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-903357
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-31716
Dokumentart: Dissertation
Date: 2019-07-11
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Geisler, Tobias (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2018-12-13
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Thrombozyt , Kardiologie
Other Keywords: Cangrelor
Plättchenhemmung
Akutes Koronarsyndrom
License: Publishing license excluding print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

"Patienten mit einem ACS, die sich einer PCI unterziehen, haben ein hohes Risiko während dem Eingriff oder in der darauffolgenden Zeit ischämische Ereignisse zu erleiden. Eine sofortige, effektive Plättchenhemmung stellt einen wichtigen Baustein in der Behandlungsstrategie eines jeden Kardiologen dar. Mit Cangrelor ist seit Mitte 2015 ein intravenöser, effektiver, nebenwirkungsarmer und gut steuerbarer Thrombozytenaggregationshemmer auf dem Markt. Ziel dieser Arbeit war es, das Ausmaß der Plättchenhem¬mung bei Patienten mit ACS während der Behandlung mit Cangrelor sowie der medizinisch entscheidenden Übergangsphase zu oralen P2Y12-Inhibitoren zu bestimmen. Insgesamt umfasste die Studie 21 Patienten, die mit Cangrelor behandelt wurden und weitere 21 Patienten, die aus einer historischen Studienpopulation die Kontrollgruppe bildeten. Dabei wurde das Maß der Plättcheninhibition mit dem MEA-System zu den vier verschiedenen Messzeitpunkten bestimmt: T1 – vor der PCI; T2 - nach der PCI; T3 – nach Ende der Infusion; T4 – zwei Stunden danach. Dabei zeigte sich sowohl unmittelbar nach Cangrelorgabe als auch während der Übergangsphase zu oralen P2Y12-Hemmern eine sofortige und effektive Thrombozytenhemmung. Wir konnten dabei keine Low-responder beobachten. Darüberhinaus konnte Cangrelor im Vergleich mit einer historischen Kontrollgruppe, deren Patienten nur Prasugrel oder Ticagrelor zum Beginn der PCI erhalten hatten, ein signifikant höheres Niveau an Plättchenhemmung zum Ende der PCI erzielen. Obwohl die Patienten ein hohes Risiko für Stentthrombosen und Blutungen besaßen, konnten wir keine kurzzeitig großen oder klinisch relevanten Blutungen festmachen. Zusammengefasst bestärken die Ergebnisse dieser Studie einen Einsatz von Cangrelor als eine neue effiziente Behandlungsmöglichkeit für das Kollektiv der Hochrisikopatienten mit ACS, die sich einer PCI unterziehen und nicht schon einen oralen P2Y12-Hemmer erhalten haben." Quelle: Dissertation Pascal Christian Spahn, Einfluss der periprozeduralen Gabe von Cangrelor auf die Plättchenfunktion bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom

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