Körperdrehungen bei idiopathischem Parkinsonsyndrom: Assoziation mit Amyloid β1-42 im Liquor

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URI: http://hdl.handle.net/10900/90334
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-903348
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-31715
Dokumentart: Dissertation
Date: 2019-07-11
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Maetzler, Walter (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2019-04-18
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Parkinson-Krankheit , Liquordiagnostik , Amyloid <beta->
Other Keywords: Körperdrehungen
Bewegungssensoren
Accelerometer
body-worn sensors
turning
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Inhaltszusammenfassung:

Ziel dieser Doktorarbeit war es, zu untersuchen, ob bei IPS Patienten, abhängig von deren Amyloid β1-42 Wertes (Aβ1 42) im Liquor, im Rahmen von Bewegungsmessungen Unterschiede bei Drehungen feststellbar sind. Die Bewegungsmessungen wurden mit Hilfe von Sensoren, die sich der Technik von Accelerometern und Gyroskopen bedienen, gemessen. Als standardisierte Messungen wurde der iTUG verwendet. Die nicht standardisierte Messung verwendete dieselbe Sensortechnik und wurde über 14 Tage mit tragbaren Sensoren im häuslichen Umfeld durchgeführt. Die Arbeitshypothese dieser Arbeit beruhte auf folgender Ausgangssituation: Es wurde bereits gezeigt, dass (i) ein erniedrigter Aβ1 42 Wert im Liquor beim IPS prädiktiv für die Entwicklung einer Demenz ist, sowie für ein cholinerges Defizit im Gehirn; (ii) dieses wiederum zu Gleichgewichtsstörungen führen kann, welche sich besonders bei Drehungen zeigen, bei welchen wiederum bevorzugt Stürze auftreten und (iii) sich mit cholinerger Therapie die Gleichgewichtsprobleme von IPS Patienten bessern können. In der hier durchgeführten Untersuchung wurde das Drehverhalten unter standardisierten und nicht-standardisierten Bedingungen zwischen den Aβ1 42-positiven und –negativen IPS Patienten untersucht. Die Bewegungsmessungen mit Hilfe des iTUGs und die Bewegungsmessungen im häuslichen Umfeld untersuchten einzelne Parameter von Drehungen genauer. Hierbei ließ sich kein Unterschied zwischen den zwei Gruppen feststellen. Alle teilnehmenden IPS Patienten waren zum Zeitpunkt der Datenerhebung kognitiv unauffällig. Dies könnte bedeuten, dass das cholinerge Defizit in Abhängigkeit des Aβ1 42 Wertes noch nicht ausgeprägt genug war, um die vermuteten Gleichgewichtsprobleme feststellen zu können. Eine weitere Erklärung könnte sein, dass Aβ1 42 eine protektive Wirkung auf motorische Defizite hat, und das Gleichgewichtssystem deshalb in einem (hier vorliegenden, da demente Patienten ausgeschlossen) kognitiv unauffälligen Stadium noch nicht betroffen ist. Auch individuelle, personenbezogene Faktoren können die Ergebnisse beeinflussen. Bewegungsmessungen mit Hilfe von tragbaren Sensoren werden für zukünftige Forschungsstudien immer bedeutsamer und könnten in Zukunft eventuell auch zur Diagnostik degenerativer Erkrankungen eingesetzt werden. Diese Daten wurden im Rahmen einer Longitudinalstudie erhoben

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