Erforderliche Frequenz der Blutgasanalysen in einem geregelten System

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URI: http://hdl.handle.net/10900/86544
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-865445
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-27932
Dokumentart: Dissertation
Date: 2019-02-26
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Schenk, Martin (PD Dr.)
Day of Oral Examination: 2019-01-29
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Intensivmedizin , Automation , Blutgasanalyse , Fuzzy-Menge
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Inhaltszusammenfassung:

Die arterielle Blutgasanalyse ist eine der am häufigsten diagnostischen Methoden auf der Intensivstation. Doch gibt es bis heute keine klinische Richtlinie, um die Indikation für die Notwendigkeit zu stellen. Um Komplikationen und Kosten für unnötige Laboruntersuchungen zu reduzieren, war es Ziel dieser Arbeit, die Notwendigkeit einer BGA aufgrund vorhandener Ausgangswerte zu bestimmen. Um dem größer werdenden Mangel an Ärzten und Pflegekräften auf Intensivstationen zu begegnen war es zudem Ziel dieser Arbeit die Machbarkeit aber auch den Nutzen einer automatisierten Steuerung zu evaluieren. Zur Datenerhebung wurden gesunde Schweine der deutschen Landrasse unter druckkontrollierter Beatmung 72h in Narkose gehalten und intensivmedizinisch überwacht. Die Homöostase wurde mittels Automation und einer stündlichen BGA aufrechterhalten (Versuchsreihe AP). Zur Evaluierung der Automatisierung wurden bestehende Rohdaten aus einer Studie zum akuten Leberversagen durch Paracetamolintoxikation (Versuchsreihe NAP) im Vergleich ausgewertet. Im direkten Vergleich der Versuchsreihen zeigten sich signifikante Unterschiede in der Dauer, bis die Werte aus der Norm liefen. Bei der Versuchsreihe NAP waren im Mittel Messungen alle 4 - 6 Stunden nötig, dies deckt sich gut mit der gängigen Praxis von einer BGA pro Schicht. Unter automatisierter Steuerung genügte eine BGA alle 11 - 20 Stunden. Als Modell der Zukunft ermöglicht es seltenere Blutgasanalysen mit konstanteren Werten im Referenzbereich. Mittels Darstellung in Entscheidungsbäumen lässt sich einfach bestimmen, wann die nächste BGA sinnvoll ist und damit unnötige Messungen vermeiden. Inzwischen haben Computer in allen Lebensbereichen Einzug gehalten. Wie es zu den Anfängen der Intensivmedizin lange bis zum flächendeckenden Ausbau dauerte, braucht es auch bei der Verbreitung der Automatisierung. Mit der bewiesenen Machbarkeit und den gezeigten Vorteilen ist der erste Schritt getan. Denn auch auf der Intensivstation wird die Zukunft der Steuerung mehr und mehr beim Autopiloten liegen.

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