Therapie der Systemischen Rheumatoiden Vaskulitis: Unterschiede zwischen oraler und intravenöser Cyclophosphamid- Therapie

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URI: http://hdl.handle.net/10900/86245
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-862457
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-27633
Dokumentart: Dissertation
Date: 2019-02-07
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Kötter, Ina (Prof. Dr. med.)
Day of Oral Examination: 2018-12-19
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Vasculitis , Komplikation , Rheumatoide Arthritis , Cyclophosphamid
Other Keywords: Systemische reumatoide Vaskulitis
License: Publishing license including print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Als Komplikation der Rheumatoiden Arthritis (RA) ist die Systemische Rheumatoide Vaskulitis (SRV) eine potenziell lebensgefährliche Erkrankung, die trotz sinkender Inzidenz weiterhin existent ist. Ungeachtet der zunehmenden Verwendung von Rituximab, bleibt Cyclophosphamid (CYC) ein fester Bestandteil der SRV- Therapie. Ziel dieser Arbeit ist es einen möglichen Unterschied zwischen oraler und intravenöser CYC-Gabe in der SRV-Therapie herauszustellen. Als Grundlage dieser Arbeit dienen retrospektiv analysierte, anonymisierte Daten von 61 Patienten. Im Durchschnitt erreichen Patienten mit intravenöser CYC-Gabe nach 3 Monaten und Patienten unter oraler CYC-Therapie nach 5 Monaten eine Remission. Einerseits zeigt der Vergleich zwischen oraler und intravenöser CYC-Therapie einen Vorteil in dem Zeitraum bis zum Erreichen einer Remission für die Patienten mit intravenöser CYC-Gabe. So ist nach 6 monatiger Therapie die Zahl der Patienten in Remission in etwa gleich, betrachtet man aber den Zeitraum bis zum Erreichen einer Remission, so kommt es fast doppelt so schnell zu einer Remission in der Gruppe der intravenösen CYC-Therapie. Auch zeigt sich, dass unabhängig von Einflussfaktoren wie Alter, Geschlecht oder Nikotinabusus Patienten unter intravenöser CYC-Gabe im Vergleich zu Patienten ohne CYC-Therapie eine 3,9-fach erhöhte Chance auf Remission haben, während diese Chance bei oraler CYC-Therapie nur zu 3,4-fach erhöht ist. Bezüglich der Komplikationen unter CYC-Therapie zeigt sich ein Vorteil der intravenösen gegenüber der oralen CYC- Behandlung. So treten unter oraler CYC-Therapie signifikant häufiger Leukopenie und Malignome auf. Andererseits zeigt sich die intravenöse CYC-Therapie gegenüber der oralen CYC-Therapie bei dem Auftreten der Rezidive unterlegen. So bekommen Patienten unter intravenöser CYC-Therapie in 8% der Fälle Rezidive, wohingegen sich unter oraler Therapie keine Rezidive ergaben. Mit dieser vorliegenden Arbeit werden erstmalig die Unterschiede zwischen oraler und intravenöser CYC-Therapie in einem SRV-Patientenkollektiv dargelegt. Vergleichbare Studien in diesem Krankheitsgebiet und der Fragestellung existieren bislang nicht. Aktuell wird im seropositiven SRV-Patientenkollektiv Rituximab als Therapie der Wahl eingesetzt. Zukünftig wären Studien sinnvoll, die den Unterschied zwischen Rituximab und CYC in der Therapie der SRV darstellen.

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