Perkutane endoskopische Gastrostomie - Komplikationsanalyse mit und ohne antibiotische Prophylaxe

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URI: http://hdl.handle.net/10900/85954
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-859547
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-27343
Dokumentart: Dissertation
Date: 2019-01-31
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Plentz, Ruben (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2018-03-16
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Perkutane Gastrostomie
License: Publishing license including print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Zusammenfassung Die Perkutane endoskopische Gastrostomie (PEG) ist die Methode der Wahl zur Anlage einer Ernährungssonde für Patienten mit Schluck- und Passagestörungen. Sie ist sicher und gut geeignet für eine enterale Langzeiternährung. Trotzdem werden immer wieder Komplikationen beschrieben, unter welchen Wund- und Hautinfektionen den größten Teil darstellen. Eine prophylaktische Antibiotikagabe wird von einigen Fachgesellschaften unterstützt, ist jedoch keine generelle Empfehlung. Retrospektiv wurden die Daten von 328 Patienten ausgewertet, die im Zeitraum von Januar 2012 bis Juli 2013 in der Endoskopie der Medizinischen Klinik I der Universitätsklinik Tübingen eine PEG Sonde erhalten haben. Fragestellungen: Kann eine prophylaktische Antibiotikatherapie das Auftreten von Wundheilungsstörungen und Infektionen minimieren? Gibt es Risikogruppen für die PEG Sonde? Ergebnisse: Patienten ohne antibiotische Prophylaxe entwickelten signifikant häufiger Infektionen an der Einstichstelle. 55% der Patienten ohne Antibiotikatherapie entwickelten eine Rötung im Gegensatz zu der Patientengruppe mit Antibiotikatherapie, in welcher nur 40,4% der Patienten eine Rötung entwickelten. Des Weiteren hatten Patienten ohne antibiotische Prophylaxe in 51% der Fälle ein Exsudat an der Einstichstelle; Patienten mit antibiotischer Prophylaxe nur in 34,3 % der Fälle. Auch zeigten 29% der Patienten ohne Antibiotikatherapie eine Induration des Gewebes an der Einstichstelle, wohingegen nur 15,3% der Patienten mit Antibiotikatherapie eine Induration hatten. Des Weiteren wiesen Patienten ohne Antibiotikaprophylaxe nach dem Eingriff einen signifikant höheren CRP-Anstieg auf als Patienten mit einer Antibiotikaprophylaxe. In der Multivariatanalyse wurde deutlich, dass Patienten mit HNO-Tumoren eine Risikogruppe darstellen, da sie eine höhere Wahrscheinlichkeit haben, eine Rötung, Induration und ein eitriges Exsudat an der Einstichstelle zu entwickeln.

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