Einfluss histopathologischer Parameter auf die Ausdehnungsdiagnostik des Duktalen Carcinoma in situ in der Magnetresonanztomographie und Mammographie

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URI: http://hdl.handle.net/10900/85813
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-858134
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-27203
Dokumentart: Dissertation
Date: 2019-01-18
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Staebler, Annette (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2018-12-19
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Kernspintomografie , Mamma
Other Keywords: DCIS
MRT
Mammographie
MRI
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Inhaltszusammenfassung:

Hintergrund: Für Patientinnen mit Duktalen Carcinoma in situ (DCIS) ist die exakte Größenausmessung durch die Bildgebung von äußerster Bedeutung hinsichtlich der operativen Planung und des klinischen Ergebnisses. Die vorliegende Arbeit setzt sich mit dem Einfluss von histopathologischen und immunhistochemischen Parametern auf die Genauigkeit der Ausdehnungsdiagnostik mittels Magnetresonanztomographie (MRT) und Mammographie (Mx) auseinander. Somit soll analysiert werden, ob bestimmte Subgruppen von DCIS besonders von einer MRT profitieren. Methodik: Aus dem Zeitraum 2009-2012 wurden 100 DCIS Fälle der Frauenklinik Tübingen mit verfügbaren MRT und Mx Daten retrospektiv durch 2 Radiologen begutachtet und eine Konsensus Ausdehnung bestimmt. Die histologische Ausdehnung wurde zuvor systematisch und segmental anhand der Resektate evaluiert (Mittelwert 39,6 mm, Median 32,5 mm, Range 1,5 mm bis 130 mm, 53 Segment Resektate und 47 Mastektomien). In erneuter Beurteilung der histologischen Präparate wurden folgende Parameter bestimmt: Kerngrad, Subtyp, Zelltyp, Komedonekrosen, Mikrokalk, Fokalität, Wachstumsmuster, Entzündung, Läppchenkanzerisierung. Der Estrogen- und Progesteronrezeptorstatus wurden aus den archivierten Befunden übernommen. HER2 wurde nachträglich an einem repräsentativen Tumorblock immunhistologisch bestimmt. Für beide bildgebende Modalitäten wurde die Präzision als ausreichend erachtet, wenn die Größenausdehnung weniger als 10mm von der histologischen Messung abwich. Somit wurden die Messgrößen in 3 Gruppen eingeteilt - exakt, überschätzt (delta >10mm) und unterschätzt (delta <10mm) Ergebnisse: Eine exakte Größenausmessung wurde in 87% der Fälle durch die MRT erreicht, 7% wurden überschätzt und 6% wurden unterschätzt, dem gegenüber zeigte die Mammographie eine exakte Größenausmessung in nur 48% der Fälle: wobei 7% überschätzt und 45% unterschätzt wurden. Bezüglich der histopathologischen Parameter zeigte sich beim Wachstumsparameter Fleckig vs. Diffus eine statistisch signifikante negative 44 Beeinflussung des diffusen Wachstumsmusters (100% vs. 74.4% p=0.017) auf die Größenausmessung in der MRT. Auch mit steigender Größe der Tumore ist eine statisch signifikante negative Beeinflussung der MRT feststellbar (Größe <45mm 90% exakt vs. >45mm 75% p=0,004). Ein statistisch signifikanter Einfluss der Hormonrezeptoren für Estrogen und Progesteron sowie des Wachstumsrezeptors HER2 lassen sich nicht nachweisen, wobei sich der größte Vorteil der MRT gegenüber der Mx hinsichtlich des Rezeptorstatus bei HER2 positiven DCIS zeigt (Differenz von 50%). Insgesamt zeichnet sich eine ca. doppelt so häufige exakte Tumorausmessung in der MRT im Vergleich zur Mx ab. Eine signifikante Einschränkung der Messpräzision ist nur bei diffus wachsenden DCIS und bei einer Größe von über 45mm gegeben. Schlussfolgerung: Die vorliegende Arbeit zeigt eine enge Korrelation zwischen MRT und Histologie in 87% der Fälle, wenn eine systematische und segmentale pathologische Aufarbeitung der Resektate erfolgte. Komparative Analysen der MRT und Mx hinsichtlich histologischer und molekularer Subtypen zeigen einen signifikanten Vorteil der MRT für alle Subgruppen mit dem größten Nutzen für DCIS mit fleckigem Ausbreitungsmuster und kleinen Tumoren mit einer Größe unter 45mm.

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