Zur Bedeutung des frontolateralen Zugangs zur mikrochirurgischen Behandlung von Meningeomen der vorderen Schädelbasis und perisellären Region

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URI: http://hdl.handle.net/10900/85480
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-854800
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-26870
Dokumentart: Dissertation
Date: 2019-01-07
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Tatagiba, Marcos (Prof. Dr. med.)
Day of Oral Examination: 2017-01-30
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Meningeom , Tumor , Schädelbasis , Mikrochirurgie , Behandlung
Other Keywords: frontolateraler Zugang
vordere Schädelbasis
periselläre Region
meningioma
perisellar region
anterior cranial base
frontolateral approach
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Inhaltszusammenfassung:

Ziel der Arbeit: Zur Evaluation der Bedeutung des minimalinvasiven frontolateralen Zugangs für die operative Behandlung von Meningeomen der vorderen Schädelbasis und perisellären Region untersuchten wir in dieser Arbeit ein 233 Patienten umfassendes Kollektiv. Ein Fokus wurde auf die perioperative zugangsbedingte Morbidität und Mortalität gelegt. Methoden: In einer retrospektiven Studie analysierten wir die Patientendaten aller Patienten die sich zwischen Januar 2006 und Dezember 2012 auf Grund eines Meningeoms der vorderen Schädelbasis oder perisellären Region in der Neurochirurgischen Klinik des Universitätsklinikums Tübingen (UKT) mikrochirurgisch behandeln ließen. Dies geschah anhand von OP-, Anästhesie- und histopathologischen Befundberichten, sowie Entlassungs- und Ambulanzbriefen. Ergebnisse: Zwischen Januar 2006 und Dezember 2012 wurden 233 Patienten mit einem Meningeom der vorderen Schädelbasis oder perisellären Region operativ im UKT behandelt. 65 Patienten (28,1%) wurden hierbei über einen frontolateralen Zugang versorgt. Hierunter befanden sich 15 Männer (23,1%) und 50 Frauen (76,9%). Der Altersgipfel lag im weiblichen Kollektiv bei 58 Jahren (SD: 11 Jahre) und im männlichen Kollektiv bei 49 Jahren (SD: 18 Jahre). Eine komplette Tumorresektion, entsprechend Simpson Grad I/II konnte bei 53 Patienten erzielt werden (82,8%). Die Mortalität betrug 0%. Intraoperativ benötigten 5 Patienten (7,7%) eine Transfusion von leukozytenarmen Erythroztenkonzentraten. Der Blutverlust korrelierte hierbei signifikant mit der Tumorgröße. Postoperativ litten 4 Patienten (6,2%) unter einer Liquorfistel, 2 Patienten (3,1%) entwickelten ein Hirnödem, 2 Patienten (3,1%,) litten unter einer postoperativen Parese des N. facialis und 1 Patient (1,5%) unter einem Diabetes insipidus. Bei Patienten die postoperativ eine Liquorfistel entwickelten verlängerte sich die Krankenhausaufenthaltsdauer signifikant. Bei Patienten die präoperativ unter einem Visusdefizit litten, verbesserte sich dieser bei 11 Patienten (61,1%). Das durchschnittliche postoperative Follow-up lag bei 21,0 Monaten (SD: 21,6 Monate), lediglich bei einem Patienten (2,9%) kam es nach 36 Monaten zu einem Rezidiv. Es zeigte sich, dass Patienten über 60 Jahren nicht signifikant häufiger unter Komplikationen oder einer verlängerten Krankenhausaufenthaltsdauer litten. Die über den frontolateralen Zugang erhobenen Daten wurden mit anderen, für diese Pathologien eingesetzten Standardzugängen (pterionaler, bifrontaler und endoskopisch transnasaler Zugang) aus der Literatur, sowie mit einer extra hierfür erstellten Vergleichsgruppe verglichen. Schlussfolgerung: Der Frontolaterale Zugang eignet sich zur Behandlung von Olfaktoriusmeningeomen, Tuberculum Sellae Meningeomen und frontobasalen Meningeomen jeder Größe. Limitationen des frontolateralen Zugangs sind Meningeome, deren Ansatzstelle außerhalb der vorderen Schädelbasis lokalisiert ist, sowie laterale und mediale Keilbeinflügelmeningeome. Der intraoperative Blutverlust korrelierte signifikant mit der Tumorgröße und eine postoperative Liquorfistel führt zu einer signifikant verlängerten Krankenhausaufenthaltsdauer. Im Vergleich mit anderen Standardzugängen zeigte der frontolaterale Zugang geringe Morbiditäts- und Mortalitätsraten.

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